- VonFrank Osiewaczschließen
- Jörn Funkeschließen
Der 16-Jährige aus Hamm, der neun Tage nach Einnahme einer Ecstasy-Pille am 18. Dezember gestorben war, ist am Samstag vor Heiligabend obduziert worden. Das Ergebnis ist aber nicht gleichbedeutend mit einem toxikologischen Befund.
Hamm - Die Untersuchung des Leichnams bestätigte Staatsanwalt Henner Kruse auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit dem schriftlichen Ergebnis der Obduktion rechne er in etwa 14 Tagen, so Kruse. Der Sprecher der Dortmunder Staatsanwalt machte deutlich, bei der Obduktion gehe es nicht um einen toxikologischen Befund, sondern darum, ein Fremdverschulden auszuschließen.
Für einen toxikologischen Befund bedürfe es anderer Untersuchungen. Ob und in welcher Form vorhandenes Untersuchungsmaterial zur weiteren Klärung herangezogen werde, sei momentan nicht zu beantworten.
Ecstasy: Woher kam die Tablette?
Zur Herkunft der Drogen berichtete er, ein 18-Jähriger habe eingeräumt, diese verkauft zu haben. Gegen ihn werde ermittelt. Der 16-Jährige hatte am 9. Dezember zusammen mit einem Freund in einer Privatwohnung Ecstasy konsumiert und war nach danach ohnmächtig geworden. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und lag dort im Koma, bevor er am 18. Dezember starb. Die Polizei hatte anschließend die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.
Dabei geht es vor allem um die Herkunft der fraglichen Tablette. Bei Ecstasy handelt es sich um synthetische Drogen mit stark euphorisierender Wirkung. Die auch als „E“ oder XTC bezeichneten Pillen gelten als „Designer-Drogen“ und sind in der Party-Szene verbreitet. Im Hammer Fall ermittelt die Polizei gegen einen 18-Jährigen, der bereits in der vergangenen Woche gegenüber den Behörden eingeräumt hatte, das fragliche Ecstasy verkauft zu haben.
Ecstasy: Polizei wiederholt Warnung
Die Hammer Polizei wiederholte ihre Warnung vor Ecstasy. Die Einnahme solcher Pillen könne lebensbedrohliche Folgen haben, sagte Polizeisprecher Hendrik Heine. Der Wirkungsgrad könne sich je nach Pille erheblich unterscheiden und sei für den Konsumenten nicht erkennbar.
Bei einem Unfall auf der A2 bei Gütersloh erlitt ein Mann aus Hamm lebensgefährliche Verletzungen. Sein Fahrzeug war ins Schleudern geraten und mit einem Lkw kollidiert.