Blitzeinschläge

Schwere Gewitter und Starkregen in NRW – Baum stürzt auf Haus

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Aufgrund starken Regens wurde in Wetter ein Baum entwurzelt. Er stürzte auf ein Haus.

Am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag zog ein Unwetter über NRW. Keller wurden geflutet, Bauernhöfe überschwemmt. Ein Baum fiel auf ein Haus.

Hamm - Das Wetter in NRW hat sich verschlechtert und führte zu nassen Kellern, Blitzeinschlägen und überfluteten Straßen. Am Donnerstag, 2. Mai, zogen heftige Gewitter mit starken Regenfällen über das Bundesland. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Hagel und stürmischen Böen, und tatsächlich entluden sich an einigen Orten am Nachmittag und Abend dunkle Wolken. Die Feuerwehren waren stark gefordert.

Viele Einsätze wegen Unwetter in NRW: Verkehrsunfälle und Überflutungen

Starkregen und Gewitter führten seit Donnerstagnachmittag in vielen Ortschaften zu überfluteten Kellern, Blitzeinschlägen und teilweise unpassierbaren Straßen aufgrund der plötzlich anfallenden Wassermassen. Sandsäcke wurden zur Sicherung zahlreicher Häuser eingesetzt. Eine erste Auswertung der Einsatzorte ergab jedoch, dass die Situation in NRW relativ mild verlief.

Trotzdem verzeichnete die Landesleitstelle der Polizei NRW bis in die frühen Morgenstunden 24 wetterbedingte Verkehrsunfälle mit insgesamt sechs leicht Verletzten. Darüber hinaus gab es 63 weitere Einsätze, die nicht mit Verkehrsunfällen in Verbindung standen. Diese Einsätze betrafen hauptsächlich die Unterstützung und Absicherung der Feuerwehren. Der durch das Unwetter verursachte Gesamtschaden wurde in der vorläufigen Bilanz auf etwa eine Million Euro für das gesamte Bundesland geschätzt.

Das Unwetter führte auch zu Überflutungen auf der A59 bei Duisburg und ließ Unterführungen voll Wasser laufen. Die Feuerwehr Duisburg registrierte 120 wetterbedingte Einsätze. Auch in Moers war eine Unterführung überflutet, was zur Sperrung von Straßenabschnitten führte. Anhaltender Regen erschwerte das Abpumpen, da ständig neues Wasser in bereits betroffene Keller gedrückt wurde, so die Feuerwehr Moers.

Gewitter und Starkregen in NRW – Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

Die Feuerwehr Grevenbroich beschrieb die Auswirkungen mehrerer Gewitterfronten, die am späten Donnerstagnachmittag bis in die Nachtstunden über den Niederrhein zogen, als eine Reihe von überfluteten Bauernhöfen, Regenfluten, die sich über Felder, Straßen und Grundstücke ergossen, zahlreiche überflutete Keller und Garagen in Wohngebäuden und Wasseransammlungen in Senken und Straßenunterführungen.

Die Feuerwehr Grevenbroich gab an, dass sich die Einsatzlage nach 19 Uhr zunächst beruhigt hatte, sich aber gegen 20 Uhr mit dem Durchzug einer weiteren Gewitterfront wieder verschärfte. Die Einsatzkräfte waren bis gegen 23 Uhr ununterbrochen im Einsatz.

In Krefeld brach ein Dachstuhlbrand aus, vermutlich aufgrund eines Blitzeinschlags, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen sichtbar aus dem Dachbereich. Der Bewohner des Gebäudes konnte sich selbst in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr konnte das Übergreifen auf benachbarte Wohngebäude verhindern.

Schwere Gewitter und Starkregen in NRW – Baum stürzt auf Haus

In einem Mehrfamilienhaus in Wetter (Ruhr) war die Nacht kurz vor 2 Uhr zu Ende. Durch den starken Regen war ein großer Baum entwurzelt worden und auf ein Wohnhaus gestürzt. Zudem hatte der Baum Schäden am Dach hinterlassen – immer wieder krachten Dachziegel auf den Gehweg. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr begutachtete den Schaden und forderte Fachberater des THW an. Doch die Motorsägen blieben aus – die Feuerwehrleute konnten in der Nacht nicht viel ausrichten. Da von dem Baum weiterhin Gefahr ausging, musste das Fünfparteienhaus evakuiert werden. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes informierte die Bewohner. Sie kamen bei Freunden und Bekannten unter.

In Mönchengladbach zog das Unwetter mit Gewitter und Starkregen gegen 17.50 Uhr über das Stadtgebiet. Bis 21 Uhr mussten 91 Einsätze bewältigt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach einem Blitzeinschlag wurde an einem Haus eine Dacheindeckung beschädigt, nach einem weiteren Blitzeinschlag in einem anderen Stadtteil waren einige Wohngebäude ohne Strom. Eine Person wurde in ihrem Auto von Wassermassen eingeschlossen und von der Feuerwehr befreit.

Am Donnerstagnachmittag wurden in Dahlem in der Eifel 36 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gemessen, in Wuppertal waren es 26 Liter pro Stunde und Quadratmeter. In Düsseldorf meldete die Rheinbahn Hochwasser auf einigen Linien, was zu Verspätungen führte. Zudem drang in der Stadt Wasser in Kellerräume ein oder stand auf Straßen, wie die Düsseldorfer Feuerwehr mitteilte. - dpa / Alex Talash

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