FragDieWahl: Die Programme der Hammer Parteien einfach erklärt
VonKristina Borgmann
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Ein KI-Tool unserer Redaktion hilft Wählern in Hamm. Es liefert schnelle Antworten aus den Wahlprogrammen der heimischen Parteien.
Hamm – Ein kleiner blauer Wal begrüßt den Nutzer. „Hallo! Ich bin dein Wahlhelfer für Hamm. Frag mich alles zur Wahl 2025“. Auf der Webseite des Westfälischen Anzeigers wartet das neue KI-Tool „FragDieWahl“ – und liefert innerhalb von Sekunden Antworten. Was dahinter steckt und wie das funktioniert, erläutert Stefan Paulus, einer der Macher des Programms.
Mehrere Parteien, eine Vielzahl von Themen, verschiedene Positionen – letztlich ist es ein Meer aus Informationen, in dem man lange abtauchen kann, wenn man die Wahlprogramme der einzelnen Parteien studiert. Nötig ist das nicht zwangsläufig, um bei der Kommunalwahl am 14. September eine informierte Wahlentscheidung zu treffen. Denn „FragDieWahl“ ermöglicht es, gezielt Antworten auf Fragen zu bekommen, die einem unter den Nägeln brennen. In Zusammenarbeit mit dem WA hat die Agentur Backprop Studio, eine Marke des Kölner Unternehmens BriteLoom GmbH, das „Wahl-Werkzeug“ bereitgestellt.
KI-Tool liefert im Chat innerhalb kürzester Zeit Antworten
Was tun die Parteien auf lokaler Ebene, um die Folgen des Klimawandels abzufedern? Was haben die Parteien vor, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Wie sorgen sie dafür, dass es ausreichend Kita-Plätze gibt? Oder, spezieller: Was sagen Parteien zu flächendeckend Tempo 30 in Hamm? Was zur Umgestaltung des Santa-Monica-Platzes?
Das KI-Tool liefert im Chat innerhalb kürzester Zeit Antworten. „Die basieren auf den offiziellen Programmen zur Stadtratswahl und werden verständlich aufbereitet – ganz ohne Wahlempfehlung“, sagt Paulus. Nicht nur Fragen mit vergleichenden Ergebnissen sind möglich, sondern auch Fragen nach den Positionen einzelner Parteien. Was Nutzer beachten müssen: Im Allgemeinen ist es so, dass Künstliche Intelligenz auch Fehler macht. Im Fall von „FragDieWahl“ kann das bedeuten, dass Ergebnisse in Ausnahmefällen aufgrund fehlenden Kontexts unvollständig sind. Laut Paulus liegt das daran, dass die KI nur mit relevanten Ausschnitten der Wahlprogramme gefüttert wurde. „Häufig hilft es dann, wenn die Frage noch mal etwas anders formuliert wird.“
Doch wie kam Paulus darauf, den Wahlhelfer zu entwickeln? „Angefangen hat das in meiner Heimatstadt Paderborn mit der Überlegung, wie man das Wahlprogramm von Volt befragbar machen kann“, erklärt er. Als das geschafft war, sei aber schnell der Gedanke aufgekommen, „dass es viel mehr Wert hat, wenn man alle Parteien vergleichen kann“. Letztlich sei klar gewesen, dass sich das Konzept in Zusammenarbeit mit Partnern auch auf andere Kommunen übertragen lässt.
Und so können jetzt auch Hammer Bürger Fragen zu den Programmen der Parteien stellen. „FragDieWahl soll Bürgern und Bürgerinnen helfen, eigene Fragen zu stellen – ohne Filter, ohne Fremdbewertung. Es geht darum, sich ein eigenes Bild zu machen“, so Paulus. Denn gerade auf kommunaler Ebene würden wichtige Entscheidungen getroffen.
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Das Angebot soll dazu beitragen, dass mehr Menschen die Inhalte der teils umfangreichen Programme verstehen. „Und das ganz unkompliziert: Wer eine Frage hat, kann sie einfach stellen – direkt über den Chat, egal ob unterwegs, beim Kaffee oder zwischendurch.“