Baubeginn im August

Erster Spatenstich am Bierbäumchen für neues Feuerwehrgerätehaus in Scheidingen

+
Den symbolischen ersten Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus am Bierbäumchen in Scheidingen vollzogen Bürgermeister Camillo Garzen (dritter von rechts), Ortsvorsteher Andre Buschulte (zweiter von rechts) und Co. am Montagvormittag.
  • schließen

„Da muss ich ja mal ein Lob aussprechen!“ Ortsvorsteher Andre Buschulte konnte nicht anders, zeigte sich heilfroh, dass es losgeht mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Scheidingen. Die Blaukittel aus dem Salzbachdorf und dem benachbarten Illingen erhalten am Bierbäumchen eine neue Heimstatt.

Scheidingen – In unmittelbarer Nähe des Gewerbegebietes nahmen Buschulte, Bürgermeister Camillo Garzen, Vertreter von Verwaltung, Politik und Feuerwehr den symbolischen ersten Spatenstich vor. Und auch Architekt Dino Lilge packte zu und erklärte gegenüber dieser Zeitung die geplante Vorgehensweise. Demnach starten die Bauarbeiten in der ersten August-Woche. Die Zielsetzung, dass die Bagger im dritten Quartal rollen, ist demnach voll und ganz erfüllt.

Die Lage im Bausektor ließ es zu, dass die Arbeiten jetzt beginnen. „Einige Firmen haben nun mehr Kapazitäten“, macht Lilge klar. So konnte Tiefbauer Barnhausen aus Möhnesee den Auftrag für den August annehmen. Er sorgt dafür, dass der Boden nivelliert wird, nachdem der Vermesser die Feinabsteckung vorgenommen hat. Durch den vom Schwefer Sportplatz nach Scheidingen transportierten Bodenaushub mangelt es sich an entsprechendem Material, um das zum Schattergraben hin abfallende Gelände in die Waage zu bekommen.

Es wird ein 60 Zentimeter dickes Schotterbett geschaffen, darauf eine 30 Zentimeter starke Bodenplatte gegossen. Diese Arbeiten gehören zum Gewerk, um das sich die Firma Meisterbau aus Lippetal kümmert, die auch für den Rohbau zuständig ist. Meisterbau koordiniert auch das Verlegen von Wasser- und Stromleitungen. Dank der Nähe des erschlossenen Gewerbegebietes sind hier gute Voraussetzungen gegeben.

Schon Mitte August soll das Gebäude wachsen, sodass im Spätsommer die Zimmerleute einen Dachstuhl in Holzleimbinder-Konstruktion erstellen können. Er soll ein Pultdach tragen, das mit einer 5-Grad-Neigung auch für eine Photovoltaik-Anlage geeignet ist. „Das sollte bei neuen öffentlichen Gebäuden Standard sein“, betont Lilge.

Hier ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, müssen doch stets die Kosten im Auge behalten werden. „Im Moment sind wir im Rohbaubereich sogar unter dem gesteckten Rahmen“, ist Lilge froh über die Entwicklung. Im Laufe des Herbstes sollen Dach und Fenster dicht sein, damit im Laufe des Winters die Innenarbeiten erfolgen können. Es wird eine Wärmepumpenheizung installiert, dazu die Elektro- und Sanitäreinrichtung.

Wenn das Gebäude mit 309 Quadratmetern – davon ein Drittel für die Fahrzeughalle – im Laufe des ersten Halbjahres fertiggestellt worden ist, geht es noch an die Außenanlagen. Hier sind 36 Parkplätze und Grünanlagen zu schaffen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit allen Arbeiten in einem Jahr fertig sind“, stellt Architekt Lilge eine Einweihungsfeier im Sommer 2024 in Aussicht.

Kommentare