Bündel an Gründen

Klassiker eingeschläfert: Aus für jährliches Feuerwerk im Maxipark

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Faszination Feuerwerk: Dieses Foto entstand im Maxipark im August 2018.
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Das Feuerwerk-Event im Maxipark in Hamm ist in seiner jahrzehntelang gewohnten Form Geschichte. Die Planer ziehen damit die Konsequenz aus den dramatischen Veränderungen der vergangenen drei Jahre.

Hamm - Seit der Eröffnung im Jahr 1984 gehörte das in ein breites Unterhaltungsprogramm eingebettete 25-minütige Feuerwerk zum Maxipark wie die Butter aufs Brot. Doch seit dem vorerst letzten „Sommernacht-und-Feuerwerk“-Abend 2019 führten die Coronakrise, das immer stärkere Umweltbewusstsein, die aktuelle Energiekrise sowie weitere Aspekte als dickes Gesamtpaket zum Umdenken. Galt das Feuerwerk für 2022 zumindest noch als Option, soll es nunmehr allenfalls noch bei besonderen Gelegenheiten - zum Beispiel runde Geburtstage - wieder entpackt werden. Frei nach dem Motto „Sag niemals nie“.

Tatsächlich habe „Sommernacht und Feuerwerk“ zu Beginn dieses Jahres zwar noch zur Diskussion gestanden, erklärt Parksprecherin Tanja Stute auf Nachfrage. Doch die damals noch unklare Corona-Situation hätte eine langfristige Planung, wie sie für solche Großveranstaltungen nötig ist, schwierig gemacht. „Ferner gibt es die Firma, die bisher unser Feuerwerk geplant hat, nicht mehr“, ergänzt sie überraschend. Bewusst für ein Nichtdurchführen entschieden habe man sich aber erst „Mitte des Jahres aufgrund der großen Ungewissheit“. „Selbstverständlich“ werde das Thema auch im Aufsichtsrat behandelt, so Stute.

Wichtige Frage: „Ist das Feuerwerk noch zeitgemäß?“

Die Gründe seien sogar noch umfassender als oben dargestellt, führt die Parksprecherin weiter aus. So habe man sich aus ökologischen Gesichtspunkten zum Beispiel auch folgende Fragen gestellt: „Ist das Feuerwerk noch zeitgemäß? Passt diese Veranstaltung noch zu uns? Gerade vor dem Hintergrund, dass das Feuerwerk mit Emissionen verbunden ist und große Bereiche bei Trockenheit gewässert werden müssen, haben wir uns gegen die Veranstaltung entschieden.“

Schließlich habe aber auch der wirtschaftliche Aspekt eine Rolle gespielt, gibt Stute zu. „Für diese Großveranstaltung waren in den letzten Jahren immer mehr Auflagen zu beachten, ein großer Personaleinsatz musste organisiert werden und auch der finanzielle Aufwand war nicht zu realisieren.“

Um der Energiedebatte noch gerechter zu werden als zuvor, war im Maxipark übrigens kürzlich ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen worden. Es umfasst unter anderem die Reduzierung von Innenraumtemperaturen und Beleuchtungszeiten. Zudem sollen die verschiedenen Pumpen auf ihre Effizienz geprüft werden.

Erfolgsgeschichte(n)

Bis zu 14.000 Besucher waren alljährlich im Spätsommer zu „Sommernacht und Feuerwerk“ in den Maxipark gekommen. Tausende Fotos davon finden Sie mit einem Klick auf diesen Link von wa.de.

Andere stark publikumsträchtige Angebote bleiben auf der Agenda - so beginnen am 30. September der Herbstmarkt „Land und Leute“ und am 7. Oktober das „Herbstleuchten“.

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