Fassaden-Sanierung nicht mehr 2022

„Facelift“ verzögert sich: Rathaus-Kleid bleibt schmutzig

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Sanierung nötig: Die Witterung hat der Fassade des Rathauses in den vergangenen 30 Jahren zugesetzt.
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Die eigentlich noch für das Jahr 2022 geplante Sanierung der Hauptfassade des Rathauses der Stadt Hamm wird sich verzögern.

Hamm – Im Vorfeld der Ausschreibung hätten sich Verzögerungen ergeben, die nicht zuletzt aufgrund des Ukraine-Kriegs und der geringen Verfügbarkeit von Planungsbüros und Fachfirmen nicht unüblich seien, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage mit. Zudem handele es sich aufgrund des Denkmalschutzes um ein sehr aufwendiges Verfahren.

Nach einem Beschluss des Hauptausschusses im März stehen 900.000 Euro für die Sanierung zur Verfügung. Diese sollte eigentlich schon in diesem Jahr durchgeführt und abgeschlossen werden.

Die letzte Fassadensanierung hatte 1991/92 stattgefunden. Seitdem hatten Umwelt- und Witterungseinflüsse vor allem den Natursandsteinelementen – Gesimse, Fensterbänke und Fensterrahmen etwa – zugesetzt.

Sanierung der Rathaus-Fassade: der aktuelle Zeitplan

Der Sanierungsbedarf war schon 2016 festgestellt worden, in der Folge wurden Rücklagen gebildet, aus denen das Projekt finanziert werden soll. Damals hatte die Stadt in einem ersten Schritt auch schon akute Gefahrenstellen beseitigt und beschädigte Steine zum Teil geborgen oder ausgetauscht.

Für die geplante Fassadensanierung würden derzeit die Ausschreibungen der Gerüstbauarbeiten, der Sanierung des Sandsteines, der Malerarbeiten und des Aufarbeitens der Fenster vorbereitet. „Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen und voraussichtlich im Herbst 2023 abgeschlossen sein“, teilte ein Stadtsprecher mit. Aus Denkmalschutz-Gründen würden die historischen Holzfenster des Rathauses nicht erneuert, sondern lediglich umfassend aufgearbeitet. Was das konkret bedeutet, blieb unklar. Dadurch seien die Fenster im Anschluss aber „deutlich energieeffizienter“.

Sanierung der Rathaus-Fassade: Einschränkungen möglich

In Teilen könne es während der Arbeiten zu Einschränkungen für Mitarbeiter und eventuell kurzzeitig für Besucher kommen, hieß es weiter. „Allerdings nicht in größerem Umfang.“ Parallel zur Fassadensanierung würden auch Entwässerungsleitungen am Rathaus erneuert.

Das Rathaus war von 1890 bis 1894 nach Plänen des Königlichen Oberbaurates Karl Friedrich Endell (1843-1891) als Oberlandesgericht errichtet worden. 1955 verkaufte das Land das Gebäude an die Stadt, die es seit 1959 als Rathaus nutzt. Das Bürgeramt wurde 1962 angebaut.

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