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2019 entstand die Idee, ab 2020 wurde sie umgesetzt: Am Samstag weihten die Wöske Schnaodloipers den „Schnaodloipers Wald“ ein und dankten dabei den über 200 Spendern und Unterstützern. Doch das Projekt geht weiter.
Warstein – Vor etwa fünf Jahren, als die unter anderem durch den Borkenkäfer entstandenen Kalamitäten im Arnsberger Wald immer größer wurden, sei die Idee gereift. Die Idee, so Marc Albers als erster Vorsitzender der Wöske Schnaodloipers, „etwas tun zu müssen“. „Und bei unserer Generalversammlung 2020, als wir die Idee vorschlugen, wehte gleich eine Euphorie durch den Raum. Nach 15 Minuten waren es schon 800 Bäume.“ Die Geburtsstunde des „Wöske Schnaodloipers-Wald“, der am Samstagnachmittag feierlich eingeweiht wurde. Fünf Jahre später sind aus den 800 Bäumen der Generalversammlung fast 8 000 geworden. Und das auf einer rund fünf Hektar großen Fläche rund um die Schnaodloiper-Kapelle unterhalb des Plackweges. „Das ist eine durchaus stattliche Zahl“, erklärte Albers, die nicht ohne die vielen vielen Spender möglich gewesen sei – Vereine, Familien, Privatpersonen und Stammtische spendeten für die vielen Setzlinge, die über die Jahre „dort oben“ gepflanzt wurden: „Den über 200 Spendern und Unterstützern gilt unser großer Dank.“ Namentlich sind sie alle auf der am Samstag enthüllten Tafel zu lesen. „Aber“, so Albers: „Das Projekt geht weiter.“ Nach wie vor könne für den Wald gespendet werden, auch die Liste der Spender könne ergänzt werden.
Etwa 120 Spender und Heimatfreunde, darunter auch die Nachbarn aus Eversberg, die Forstverantwortlichen, Jagdpächter, Schützen, Mitglieder des Warsteiner Löschzuges sowie eine Abordnung der Stadtkapelle Warstein als musikalische Untermalung, waren am Samstag gekommen.
Wald sei überlebensnotwendig, Lebensraum und Kulturgut
„Gottes Segen, damit die Bäume wachsen und gedeihen“, wünschte Diakon Ludger Althaus während eines kurzen Gottesdienstes an der Schnaodloiper-Kapelle: „Wir wollen heute Gott ein Stück Natur anvertrauen.“ Althaus selber sei im Münsterland als Sohn eines Försters aufgewachsen, „der Wald war mein Zuhause“.
Wald sei überlebensnotwendig, Lebensraum und Kulturgut, so Althaus: „Wir sollten mithelfen, damit das Projekt Wald gelingt – und das tun die Wöske Schnaodloipers.“
Lob gab es auch vom Eversberger Ortsvorsteher Michael Wolf – „das habt ihr toll gemacht“. In Grußworten lies Dietmar Lange als Warsteiner Ortsvorsteher-Pendant erklären: „Es ist immer wieder beeindruckend, wie sich Menschen unserer Stadt gerade in den vergangenen Jahren, wo es Wald und Natur nicht gut ging, ein Herz fassten und selbst aktiv wurden. Die Wöske Schnaodloipers zeigen dieses Herz – ihr Herz für den Warsteiner Wald seit ihrer Gründung, sie sind mit dem Wald und seinem Wert auf das Engste verbunden. Möge der Schnaodloipers-Wald ein bleibendes Symbol des Miteinanders und der Verantwortung in und für unsere Stadt, unsere Menschen und die Natur werden und bleiben.“
Und weil es bei den bisherigen knapp 8 000 Bäumen – darunter 5 000 Weißtannen, 1 500 Hickory, 1000 amerikanische Küstentannen, 250 Buchen und 105 Mammutbäume – nicht bleiben sollte, griffen die Wöske Schnaodloipers gemeinsam mit Bürgerschützen und Forstamtsleiterin Lena Arens sowie Andrea Schulte, Vorsitzende des Forstausschusses, am Samstag gleich zum Spaten und pflanzten Douglasien.

