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Am Freitagmorgen ist ein Feuer im Wirtschaftsgebäude des Hauses Kupferhammer ausgebrochen. Die Hauptstraße war in dem Bereich voll gesperrt, ist inzwischen aber wieder für den Verkehr freigegeben. Die Kriminalpolizei geht inzwischen von Brandstiftung aus.
Warstein - Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Warstein wurden am Freitagmorgen um 6.25 Uhr an die nördliche Hauptstraße in Warstein alarmiert. Auf „Brand 2“ alarmiert wurden zunächst der Löschzug Warstein und die Drehleiter aus Belecke. Zeugen hatten eine Rauchentwicklung am Wirtschaftsgebäude des Kupferhammers, das nördlich neben dem Museumsgebäude liegt, gemeldet.
Die klare Rauchentwicklung bestätigte sich beim Eintreffen der Kräfte. „Die Rauchentwicklung war deutlich zu sehen und auch zu riechen“, erklärte Feuerwehrpressesprecher Carsten Lehmann. Um 6.56 Uhr wurden weitere Kräfte alarmiert, um mehr Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben.
Matratze und Unrat brannten im Gebäude
Im Gebäude brannten unter anderem eine Matratze und Unrat, die von den Kräften der Feuerwehr unter Atemschutz abgelöscht werden konnten: „Weil es sich hier aber um ein relativ altes Gebäude handelt, sind die Flammen auch in die Zwischendecken gezogen. Es brannte dann nicht mehr nur im Erdgeschoss, sondern später auch in dem darüberliegenden Geschoss.“ Rauch stieg zwischenzeitlich sogar aus dem Dach des Gebäudes.
Einsatzkräfte vor Ort berichteten, dass es anfangs schwierig war, das Feuer im Gebäude zu orten, da das Innere des unbewohnten Wirtschaftsgebäudes einer Baustelle gleiche.
Nach Erkenntnissen vor Ort brach das Feuer im östlichen Gebäudeteil aus. Möglicherweise wurden dafür Fenster eingeschlagen, um das Feuer dann zu legen. Auf den Bereich konzentrierten sich am späteren Morgen dann auch die Nachlöscharbeiten, zudem mussten die aufgeheizten dicken Steinwände abgekühlt werden.
Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr: Feuer könnte durchaus schon länger gelodert haben
Zur weiteren Ermittlung traf dann auch die Kriminalpolizei ein. Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr der Stadt Warstein, erklärte, dass es durchaus möglich sei, dass die Flammen schon über mehrere Stunden loderten, ehe sie von dem Zeugen, der dann den Notruf wählte, entdeckt wurden. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus – das würde in die Serie der bisherigen Fälle passen. Wieder in der Nacht von einem Donnerstag auf einen Freitag, wieder an der nördlichen Hauptstraße – wie schon beim Traktor-Brand und dem Feuer im ehemaligen Kino in den vergangenen Wochen.
Verletzte gab es beim Einsatz keine. Rene Tiefert vom Sachgebiet Hochbau: „Das ist ein städtisches Gebäude, ist aber seit dem Hochwasser 2008 unbewohnt.“ Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 02902-91000 bei der Kripo zu melden.

