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Markus Hannekenschließen
Großeinsatz in Hamm: Die Feuerwehr rückte am Montag in den Hammer Westen aus. Dort brannte es. Mehrere Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich.
Hamm - Wegen eines „ausgedehnten Wohnungsbrandes“ wurden der Vorsterhauser Weg und die Dortmunder Straße in Hamm am Montagvormittag zeitweise örtlich komplett gesperrt. Gegen elf Uhr war in einem Mehrfamilienhaus an der Kreuzung mit der Viktoriastraße ein Feuer gemeldet worden.
Die Feuerwehr rückte mit mehreren Löschzügen an. Schon bei ihrer Ankunft konnten die Feuerwehrleute eine starke Rauchentwicklung aus zwei Fenstern einer Erdgeschoss-Wohnung wahrnehmen, in der bereits Flammen wüteten. Sofort begannen sie mit der Rettung der Bewohner. Über eine Drehleiter wurden drei Personen aus dem ersten Obergeschoss gerettet, während ein Atemschutztrupp zwei weitere Personen aus dem Haus begleitete.
Insgesamt wurden bei dem Brand sechs Personen verletzt. Zwei von ihnen - ein Ehepaar (70 und 66 Jahre) - schweben in Lebensgefahr, die wie Polizei im Nachgang mitteilte. Die anderen vier Verletzten sind 25, 27, 34 und 58 Jahre alt; sie alle werden werden wegen Einatmens von Rauchgas behandelt.
Wegen der befürchteten Anzahl der Verletzten hatte die Feuerwehrleitstelle in Hamm zusätzliche Rettungskräfte aus benachbarten Kreisen angefordert. Unterstützung kam aus den Kreisen Warendorf und Unna, um eine schnelle Patientenversorgung zu gewährleisten.
Feuerwehreinsatz in Hamm: Wohnung gilt als unbewohnbar
Nach rund einer Stunde war das Feuer vollständig gelöscht. Die Wohnung ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Laut Polizei entstand Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Brandermittler der Polizei ermitteln nun die genaue Brandursache.
Die Sperrung rund um das Brandhaus musste zwischenzeitlich erweitert werden: Der Vorsterhauser Weg war zwischen der Dortmunder Straße und der Viktoriastraße gesperrt; die angrenzende Dortmunder Straße war ab der Chemnitzer Straße gesperrt. Seit etwa 12.30 Uhr sind alle Straße wieder frei befahrbar.
Die Feuerwehreinheiten Hauptwache, Westen, Norden und Hövel waren vor Ort, ebenso der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ein leitender Notarzt. Während der Einsatzdauer wurde der Grundschutz im Stadtgebiet durch die Kräfte der freiwilligen Feuerwehr sichergestellt.
In Ahlen rettete die Feuerwehr eine Katze aus einer brennenden Wohnung. Das Tier war durch den Rauch stark benommen und musste mit Sauerstoff versorgt werden.
Rubriklistenbild: © Max Lametz


