VonOlaf Moosschließen
Es handelt sich um ein lange geplantes Großprojekt. Doch die Umsetzung lässt weiter auf sich warten.
Lüdenscheid - Der Parkplatz an der Jahnstraße und die Zufahrt zum ehemaligen Sportplatz sollen komplett erneuert werden. Die Haushaltsmittel von knapp einer Million Euro stehen längst bereit. Doch nachdem der Bau- und Verkehrsausschuss das Vorhaben im September 2021 mehrheitlich abgesegnet hatte, bewegte sich nichts – das ist jetzt mehr als zweieinhalb Jahre her.
Die Bauarbeiten sollten 2022 beginnen, teilte damals der städtische Verkehrsplaner Janis Weiland mit. Kernstück des Vorhabens sollte demnach die komplette Asphaltierung des Parkplatzes sein. Regenwasser soll so nicht versickern können, und das hat einen Grund: Der Boden ist in bis zu vier Metern Tiefe mit Altlasten verseucht.
Vor mehr als 100 Jahren gab es nach Weilands Worten eine Ziegelei auf dem Gelände. Das Areal auszukoffern, würde weitaus teurer werden. Deshalb soll ein Stauraumkanal gebaut werden, der das Wasser, über eine Drosseleinrichtung dosiert, in den Straßenkanal abgeben wird.
Derzeit können 48 Autos auf dem Platz abgestellt werden – ungeordnet in einer „Kraterlandschaft“. Janis Weiland erklärte dem Ausschuss: „Unglaublich, wie es da aussieht.“ Nach der Sanierung wird es 41 Stellplätze à 2,70 Meter Breite, zwei große Pflanzbeete mit Bäumen, neue Beleuchtung und – in fernerer Zukunft – Ladesäulen für E-Autos geben. Für die nötigen Kabel sollen vorab schon mal Leerrohre verlegt werden. Die Wertstoffcontainer sollen an ihrem Standort erhalten bleiben.
Die Gründe für die Verzögerungen sind nach Darstellung aus dem Rathaus vielfältig. Wie Pressesprecherin Marit Schulte-Zakotnik mitteilt, sollten zunächst laufende und noch geplante Hochbauarbeiten auf dem ehemaligen Sportplatz abgeschlossen sein. Derzeit entsteht dort das „Kinder- und Jugendwohnen Jahnplatz“ des Johanneswerks. Auch die alte Skaterhalle soll bekanntlich erneuert werden.
Ein weiterer Grund: Wie Schulte-Zakotnik weiter mitteilt, sind die Ingenieurleistungen für die Planungsarbeiten zwar ausgeschrieben. Doch auf die Ausschreibung habe die Stadt auch im vergangenen Jahr „kein einziges Angebot“ bekommen. Nun habe die Stadt das Auftragsvolumen in einer neuen Ausschreibung aufgestockt und um Sanierungsarbeiten in Wohnstraßen im Ortsteil Piepersloh ergänzt. „Wir hoffen, dass das Interesse bei den Planungsingenieuren dadurch wächst.“
