Stoffe Werning

Geschäft in der Innenschaft endgültig Geschichte: „Es war uns eine Freude“

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Stoffe Werning in der Innenstadt von Hamm öffnet am Freitag zum letzten Mal. Es läuft ein Insolvenzantragsverfahren – und ein Räumungsverkauf.

Hamm – Das war's. Um 10 Uhr startete das Team von Stoffe Werning in Hamm am Freitag in den letzten Verkaufstag. „Nach vielen wunderbaren Jahren müssen wir uns leider von Ihnen verabschieden“, heißt es von den Verantwortlichen der Kette. Schon seit Wochen weisen große, rote Plakate auf den Räumungsverkauf in der Filiale an der Nordstraße hin. Zettel mit der Aufschrift „Ladenlokal zu vermieten“ tun ihr Übriges.

Stoffe Werning schließt Filiale in der Innenstadt von Hamm – doch nicht nur dort

Stoffe Werning hat am heutigen Freitag seinen letzten Verkaufstag an der Nordstraße.

„Danke für Ihre Treue, Ihr Vertrauen und die schönen Momente, die wir gemeinsam erleben durften. Es war uns eine Freude“, schreiben die Betreiber von Stoffe Werning auf ihrer Facebook-Seite. In Hamm war Stoffe Werning einige Jahre lang vertreten, zunächst an der Adresse Am Stadtbad 4, wo jetzt das „Treibkraft Theater“ seine Proberäume hat.

Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr gingen die Lichter der Filiale zum letzten Mal aus. Hamm ist jedoch nicht die einzige Stadt, aus der sich die Kette zurückzieht: Auch von den Kunden des Standorts in Menden nimmt das Unternehmen auf Social Media Abschied, dort öffnet das Geschäft am Samstag, 25. Januar, zum letzten Mal seine Tore.

Stoffe Werning befindet sich in Insolvenzantragsverfahren

Für die in Nordhorn ansässige GmbH, die mit noch 26 Filialen in 24 Städten laut eigener Darstellung zu den größten Filialisten in Deutschland gehört, läuft aktuell ein Insolvenzantragsverfahren. Als Eröffnungstermin für das Insolvenzverfahren war der 1. Februar 2025 angepeilt, hieß es im Dezember vergangenen Jahres.

Insgesamt beschäftigt Stoffe Werning 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wie es mit dem Personal der Filialen in Hamm und Menden weitergeht, und ob noch weitere Standorte geschlossen werden, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen. Die Geschäftsführung ließ eine Anfrage von wa.de unbeantwortet.

Rubriklistenbild: © Holger Krah

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