VonHannah Deckeschließen
Der meteorologische Winter ist beendet. Startet nun der Frühling – oder erwartet NRW ein Märzwinter? Für den Monatsanfang ist die Prognose eindeutig.
Hamm - Wer am frühen Mittwochmorgen im Sauerland das Haus verlassen hat, wird sich gewundert haben: das Auto vereist, die Luft bitterkalt. Kommt zum Ende des Rekord-warmen Februars 2024 noch einmal der Winter zurück? Steht Nordrhein-Westfalen ein sogenannter Märzwinter bevor? Die Prognose für den Monatsanfang ist eindeutig.
Der Februar 2024 wird als der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 in Erinnerung bleiben. Kurz vor Ende des meteorologischen Winters, der auf Platz drei der wärmsten Winter seit mehr als 140 Jahren landet, sanken die Temperaturen in NRW in der Nacht noch einmal deutlich ab. Und auch für die Nacht zu Donnerstag, 29. Februar, hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor leichtem Frost und vereinzelt Glätte im Sauerland gewarnt.
Bekommt NRW einen Märzwinter? Prognose für Monatsanfang eindeutig
Läutet dies einen Märzwinter ein – oder will sich die kalte Jahreszeit nur gebührend verabschieden? Laut Dominik Jung von wetter.net ist die Prognose für Anfang März ziemlich eindeutig. „Es geht Richtung Frühling“, sagt der Diplom-Meteorologe beim Blick auf die aktuellen Wetterkarten.
Und das bestätigen die ersten Tage des dritten Monats. Nach einem schon recht milden 1. März, sollen am Samstag, 2. März, Temperaturen bis 15 Grad erreicht werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst sind am Sonntag, 3. März, sogar 13 bis 17 Grad drin. Dabei kann der Tag zu Beginn noch mit etwas Regen starten, bereits im Verlauf des Vormittags soll es sich aber auflockern. Am Monat sollen die Temperaturen wieder etwas absinken: 10 bis 13 Grad prognostizieren die Experten vom DWD.
Im weiteren Verlauf des März könnte es dann sogar noch wärmer werden, berichtet 24RHEIN. Mitte des Monats könnten immer wieder Temperaturen um die 17 Grad erreicht werden.
März-Prognose: Wetter in NRW wird sonniger – und trockener
Viel wichtiger ist jedoch, dass sich ein schmerzlich vermisster Gast wieder blicken lassen wird: die Sonne. Immer wieder wird es zeitweise sonnig – und sogar trocken. Am Freitag kann es zunächst noch in der Osthälfte von NRW etwas Regen geben. Im Tagesverlauf bleibt der Niederschlag dann aber ganz weg. Und auch am Samstag zeigt sich hin und wieder die Sonne. Laut 10-Tage-Trend des DWD werden die Niederschlagssummen bis zum 7. März immer weniger.
Insgesamt, erklärt Meteorologe Dominik Jung, bleibt das Wetter bis Mitte März ruhig. Kein Dauerregen, kein Sturm, kein Wintereinbruch. Laut Jung berechnet das europäische Wettermodell für die ersten beiden Märzwochen eine „deutlich höhere Temperatur, als normalerweise für diese Jahreszeit zu erwarten wäre“. Wohlgemerkt seien Kaltluftvorstöße bis in den Mai hinein möglich. So erwarten viele Menschen die Eisheiligen im Frühling. Und im Juni kommt die Schafskälte – ebenfalls eine Bauernregel zum Wetter.
Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

