Barrierefreie Pläne

Für alle zugänglich: Aufenthaltsort am Fuß der 200 Jahre alten Eiche geplant

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Hier an der großen Eiche möchte der Heimatverein, auf dem Foto Detlef Lange, Martin Brinkötter, Werner Lückmann, Werner Topp und Bernhard Dittrich, mit dem Aufstellen von zwei Bänken, einem Tisch und einer Überdachung zum Verweilen einladen.
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Walstedde soll schöner werden und zum Verweilen einladen. Dafür plant der Heimatverein in diesem Jahr die Umsetzung eines großen Projektes.

Walstedde – Der Heimatverein möchte den Ort für Walstedder und Fremde ein wenig schöner machen. Am Prillbach, gegenüber der Bushaltestelle an der großen Eiche, soll ein Platz zum Ausruhen und Begegnen entstehen – barrierefrei und für jedermann zugänglich. Die große Eiche, die vor dem Regenrückhaltebecken steht und mit ihren über 200 Jahren fast schon ein Wahrzeichen im Lambertusdorf sein könnte, gab den Anlass für die Überlegungen des Heimatvereins, genau an dieser Stelle einen attraktiven Aufenthaltsort zu schaffen.

Für alle zugänglich: Aufenthaltsort am Fuß der 200 Jahre alten Eiche geplant

„Die Eiche kam bisher gar nicht zur Geltung“, erklärt Werner Topp, Vorsitzender des Heimatvereins. Zwar steht dort eine einsame Bank, die aber nur über einen Trampelpfad zu erreichen ist. Die Idee, dort eine überdachte Unterstellmöglichkeit mit einem Tisch und zwei Bänken zu schaffen sowie die Verbindung zum Kerkpatt, die bisher nur über einen kleinen Pfad zu erreichen ist, zu vergrößern, stieß auf der letzten Mitgliederversammlung auf wohlwollende Resonanz.

Die Senke vom Regenauffangbecken zum Vorfluter muss erhalten bleiben.

„Alle haben zugestimmt“, freut sich Topp. Ohne die Unterstützung der Mitglieder hätte der Vorstand das Projekt nicht in Angriff genommen. Immerhin kommen auf den Heimatverein als Bauherrn Kosten in Höhe von 50 000 Euro zu. Auch wenn 70 Prozent über einen Fördertopf der Bezirksregierung gedeckt werden sollen, bleiben 30 Prozent, die der Verein tragen muss. „Zwanzig Prozent wollen wir durch eigene Arbeitsleistung einbringen, die restlichen 5000 Euro müssen wir aus der Kasse des Heimatvereins finanzieren“, erklärt der Vorsitzende.

Stadt hat Planung genehmigt und Förderantrag gestellt

Mittlerweile ist die Planung von der Stadt genehmigt und der Förderantrag gestellt. „Die Aussichten, die Förderung tatsächlich zu erhalten, stehen gut“, bestätigt Martin Brinkötter. Bis Juni oder Juli rechnet er mit der schriftlichen Zusage, danach können die Arbeiten beginnen. Damit das reibungslos verläuft, wurden bereits Angebote von Baufirmen eingeholt. Geht alles nach Plan, soll vom Bürgersteig aus ein barrierefreier Weg bis zur Eiche führen. Ein Willkommensschild wird Einheimische und Besucher einladen, das Angebot zu nutzen.

So soll der vordere, barrierefreie Bereich aussehen: Auf der Zeichnung links beginnt der kleine Weg zum Kerkpatt. Dort entlang sollen klimaresistente Bäume gepflanzt werden.

Für Spaziergänger geht es hinter der Eiche weiter: Der bisher schmale Trampelpfad soll auf 40 Zentimeter verbreitert werden und mit wassergebundenem Dolomitsand befestigt werden, sodass er auch bei nasser Witterung sicher nutzbar ist. Die Senke am Regenrückhaltebecken muss erhalten bleiben, da sie die Verbindung zum benachbarten Graben darstellt und das Wasser bei Hochwasserereignissen abfließen kann. Um die Durchgängigkeit zu gewähren und damit eine Überquerung trotzdem gut möglich ist, werden neben Dolomitsand noch Rasengittersteine verlegt. Ziel ist es, eine schöne Verbindung zum Neubaugebiet Sonnenwiese zu schaffen

Neue, fürs Klima ausgelegte Bäume werden gepflanzt

Entlang des Weges werden Bäume gepflanzt. „Wir pflanzen aber nicht irgendwelche Bäume, sondern solche, die mit Blick auf den Klimawandel zukunftsfähig sind“, erklärt Topp. Neben jedem gepflanzten Baum wird ein Schild mit dem Namen und den Eigenschaften des Baumes stehen, sodass der Bereich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen als Lehrpfad genutzt werden kann. „Schön wäre es, wenn die Schule mit den Schülern Exkursionen hierhin unternimmt“, so Topp.

Wenn die Fördermittel gewährt werden und die Arbeiten planmäßig verlaufen, sollen Aufenthaltsplatz, Anpflanzung und Weg bis Ende November fertiggestellt sein und zum Verweilen einladen.

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