VonMarkus Hannekenschließen
Es wird später als gehofft, aber es wird: Die Bauarbeiten für das neue Sushi-Restaurant auf dem Marktplatz in Hamm gehen in die Schlussphase, und damit gibt es nunmehr auch ein Eröffnungsdatum.
Hamm - Am ersten September-Wochenende möchte Ngo Duy Linh sein Sushi-vietnamesisches Restaurant „Bach Tra Cuisine“ eröffnen. Er baut es seit einigen Monaten in die früheren Räumlichkeiten des Schuhhauses Hemmerich. Das reiche Angebot der Gastro-Meile in der östlichen Innenstadt wird Ngo mit seiner hochwertigen Fernost-Kost um eine neue Komponente bereichern.
Dass der Plan einer Eröffnung im Juni nicht aufging, verwundert nicht: Auch Ngo Duy Linh und sein Architekt und Partner Sin-Ki Choi kämpften mit den zurzeit üblichen Materialbeschaffungsproblemen bis ins Kleinste, dazu kamen Verzögerungen im Genehmigungsverfahren. Weil die Handwerkerarbeiten wiederum zufriedenstellend liefen, blickt das Duo jetzt aber optimistisch nach vorn: „Wir haben alle finalen Arbeiten nun selbst in der Hand“, freut sich Ngo. „Es sieht gut aus, dass das klappt.“
Schon seit einer Weile ist die Glasfassade fertig, ganz neu prangt darüber jetzt auch das Restaurant-Schild. Zusammen mit der künftigen Einrichtung wird all das die Visitenkarte sein, mit der sich „Bach Tra Cuisine“ ab September auf dem Präsentierteller an der Pauluskirche empfehlen will. Das Personal für den Betrieb wird Ngo primär aus dem familiären Umfeld rekrutieren. „Anders geht es auch nicht“, sagt er - „vor allem in der ersten Zeit“.
Neues Sushi-Restaurant in Hamm: zurück zu Ursprüngen
Insgesamt rund 350.000 Euro werden dann in den komplizierten Umbau geflossen sein. Das entspricht dem unteren Rand der ursprünglich erwarteten Kosten. Man habe diese durch viel erbrachte Eigenleistung im grünen Bereich halten können, freut sich Sin-Ki Choi.
Mit seinem ersten Restaurant in Lünen - es heißt exakt so wie das Hammer - feiert Ngo in diesen Tagen Einjähriges. Sein Mut, mitten in der Corona-Zeit einen Neuanfang zu wagen, hat sich ausgezahlt: Der Laden brummt. Das freut nicht nur Ngo, sondern macht auch seinen Kollegen und Freund Choi stolz: „Viele Leute hatten ihn damals für verrückt erklärt.“ Der Trend der asiatischen Küche gehe spürbar zurück zu den Ursprüngen und weg von der Massenabfertigung, ergänzt er. Inspiration kann sich Ngo übrigens bei seinem Bruder Linh Manh abholen: Er ist Inhaber der Sushi-Kette „Mr. Wasabi“ mit acht Restaurants im Ruhrgebiet.
