- VonAndreas Eickhoffschließen
Trümmer überall: Eine Explosion in einer Volksbank-Filiale in Gütersloh (NRW) hat große Zerstörung angerichtet. Die Täter hatten es auf einen Geldautomaten abgesehen.
Gütersloh-Spexard - In der Nacht zu Mittwoch (2. November) ist der Geldautomat der Volksbank in der SB-Filiale in Gütersloh-Spexard (NRW) gesprengt worden. Zehn Bewohner der in dem Gebäude befindlichen Wohnungen mussten evakuiert werden, eine Bäckerei bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
| Ort | Spexard |
| Stadt | Gütersloh |
| Fläche | 13,25 km² |
Geldautomat der Volksbank in Gütersloh-Spexard (NRW) gesprengt
Ein lauter Knall hatte kurz nach 3 Uhr die Anwohner aus dem Schlaf gerissen, Polizei und Feuerwehr wurden verständigt. Geöffnet ist die Filiale laut Homepage der Bank in der Zeit zwischen 5 Uhr und 23 Uhr: An dem Standort wird auch ein sogenannter „Drive-In“-Geldautomat angeboten, der 24 Stunden nutzbar ist.
So mussten sich der oder die Täter vermutlich gewaltsam Zutritt in den Innenraum der Geschäftsstelle verschaffen und den Sprengstoff anbringen, ehe es dann zu der Sprengung kam. Von dem „Drive-In“-Automaten löste sich bei der Explosion lediglich die Verkleidung, der Automat blieb ansonsten augenscheinlich unbeschädigt. Die Eingangstüren wurden durch die Wucht der Detonation aus der Verankerung gerissen, Scheiben barsten und die Inneneinrichtung wurde augenscheinlich völlig zerstört.
Sprengung von Geldautomat in Gütersloh: Inneneinrichtung zerstört
Zahlreiche Einsatzfahrzeuge säumten wenige Minuten nach dem Alarm die Verler Straße, gut 600 Meter von der A2-Anschlussstelle Gütersloh/Verl entfernt. Streifenwagen patrouillierten in der näheren Umgebung und suchten nach Hinweisen auf den oder die Flüchtigen.
Zehn Bewohner, die im Obergeschoss des Gebäudes wohnen, mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden zunächst von Polizeibeamten befragt und von den Feuerwehrleuten betreut. Später wurden Einsatzkräfte von Deutschen Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst alarmiert, die die vorübergehend Obdachlosen weiter betreuten.
Sprengung von Geldautomat in Gütersloh: Von Tätern keine Spur
Die Feuerwehrleute begutachteten den Innenraum der Bankfiliale von außen, eine größere Gefahr konnten sie nicht erkennen. So konnten die ersten Kräfte schnell wieder abrücken, die übrigen leuchteten unter anderem die Einsatzstelle aus. Der Grünstreifen zwischen dem Gebäude und dem Fußweg wurde von den Polizeibeamten intensiv abgesucht, gefunden haben sie zunächst nichts.
Nach einer ersten Auswertung der Aufnahmen der Überwachungskamera sagte Polizei-Pressesprecher Mark Kohnert, dass „mehrere Personen nach einem explosionsartigen Knall bei den Tathandlungen beobachtet werden. Anschließend flüchteten die Täter in einem dunklen Pkw auf der Verler Straße stadtauswärts“ – also Richtung Autobahn A2.
Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Art des Sprengmittels, eine umfangreiche Spurensuche und Sicherung sowie eingehende Prüfungen zum Gebäudeschaden dauern an.
Erst am 12. Oktober war im benachbarten Verl-Sürenheide in knapp vier Kilometer Entfernung der Geldautomat der Kreissparkasse Wiedenbrück gesprengt worden, zwei Nächte später vom selben Institut der in Langenberg-Benteler an der Kirchstraße. Auch im Kreis Neuss schlugen Geldautomaten-Sprenger jüngst zu. In Steinfurt befand sich eine Person zum Zeitpunkt der Explosion in einer Wohnung über der Bank.
