VonMarkus Liesegangschließen
Seit einem Unfall Ende Mai im Kreisel in Hamm-Pelkum befinden sich die beiden Alltagsfiguren „Gerda“ und „Rüdiger“ auf der Intensivstation. Es gibt eine traurige und eine gute Nachricht.
Hamm – Die traurige Nachricht: Frauchen ist klinisch tot, „Gerda“ ist ein Totalschaden. Die gute: Hund „Rüdiger“ ist auf dem Weg der Besserung, sprich: reparierbar.
„Es war ja kein Vandalismus diesmal, sondern ein Versicherungsschaden“, sagt Bezirksbürgermeister Axel Püttner. Die Stadt Hamm ist nicht zuständig. Die Figuren am Kreisel Kamener Straße/Landwehrstraße stiftete der Lippeverband als kleine Entschädigung für lang andauernde Kanalbauarbeiten. „Der EGLV ist folglich Eigentümer“, erklärt Püttner, „und um Ersatz für ,Gerda‘ bemüht.“ Die Alltagsfiguren erstellte die Wittener Künstlerin Christel Lechner, die nun einen Zwilling erstellen soll.
Atelier hat gut zu tun
„Beim ersten Schaden ließ sich die Figur ja noch reparieren, damals haben wir auch die Kosten übernommen. Diesmal sei das unmöglich, hat uns das Atelier Lechner erklärt“, sagt Thomas Höffelmann, zuständig für die Stadtentwässerung Hamm, also der EGLV vor Ort. „Ein Angebot haben wir eingeholt.“ Die Rechtsabteilung der Essener habe wegen der Kostenübernahme in diesem Haftpflichtfall auch schon mit der gegnerischen Versicherung gesprochen.
„Der Ersatz wird kommen und wird wie Gerda aussehen“, sichert Höffelmann zu. Wann, könne er allerdings noch nicht sagen, da das Atelier Lechner im Augenblick gut zu tun habe. „Es konnte uns keinen Fertigstellungszeitpunkt nennen.“
Der Unfall hatte sich am Fronleichnamsmorgen ereignet.
