Die Anlage des Gersteinwerks in Werne-Stockum wird eine neue Kapazitätsreserve erhalten. Diese Erweiterung soll bei möglicher Stromknappheit helfen.
Werne - Wichtige Reserve im Notfall: Genau dafür ist die neue Kapazitätsreserve des Gersteinwerks in Werne-Stockum gedacht. Im Rahmen der neuesten Ausschreibung konnte RWE Generation einen Erfolg verbuchen: Für die Erdgas-Kombiblöcke F und G sowie die Gasturbine K1 erhielt das Unternehmen den Zuschlag, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Ab Oktober dieses Jahres bis September 2026 werden diese Anlagen damit eine Reserveleistung von 820 Megawatt zur Verfügung stellen. Pro Kilowatt und Jahr wurde der Zuschlagspreis auf 99,99 Euro festgesetzt.
„Beitrag zur Stabilität des Systems“
„Die Aufnahme der drei Anlagen in die Kapazitätsreserve ist ein bedeutender Erfolg für unser engagiertes Team“, sagt Dr. Aiko Vogelsang, Leiter des Gersteinwerks und ergänzt, „mit dem aktuellen Zuschlag ist sichergestellt, dass wir mit unseren flexiblen Backup-Kapazitäten weiterhin einen maßgeblichen Beitrag zur Stabilität des Systems leisten können.“
In Zeiten knapper Stromangebote auf dem Großhandelsmarkt soll die Kapazitätsreserve die Energieversorgung sicherstellen. Hierfür sei es erforderlich, dass die Anlagen jederzeit startbereit sind. Kommt es zu Verzögerungen oder kann eine Anlage die nachgefragte Leistung nicht erbringen, werden Vertragsstrafen fällig, wie RWE informiert.