Insolvenzantragsverfahren

Geschäft in Soester Fußgängerzone: Kampf um die Zukunft von Stoffe Werning

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Im Februar soll das Insolvenzverfahren gegen die Stoffe Werning GmbH eröffnet werden.
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Gegen die Stoffe Werning GmbH läuft ein Insolvenzantragsverfahren. Auch ein Laden aus der Fußgängerzone ist betroffen.

Soest – Die Firma Stoffe Werning, die ein Geschäft an der Brüderstraße in Soest betreibt, ist offenbar in eine finanzielle Schieflage geraten: Gegen die im niedersächsischen Nordhorn sitzende GmbH wurde ein Insolvenzantragsverfahren eröffnet. Der Standort solle jedoch gesichert werden, heißt es. 

Während in der Filiale in Hamm mit einem Räumungsverkauf und „stark reduzierten“ Preisen geworben wird, deutet in den Schaufenstern an der Brüderstraße 51 in der Soester Fußgängerzone nichts auf die wohl prekäre Wirtschaftslage des Nordhorner Mutterschiffes hin. Kunden gehen ein und aus - wie jeden Tag. 

Stoffe Werning: Insolvenzverfahren soll am 1. Februar 2025 eröffnet werden

Dennoch werde das Insolvenzverfahren gegen die Stoffe Werning GmbH voraussichtlich am 1. Februar des kommenden Jahres eröffnet, erklärt die Kanzlei von Stephan Michels. Der Rechtsanwalt aus Münster ist als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden. 

Der Betrieb in allen 26 Filialen in 24 Städten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen gehe weiter. Die Löhne und Gehälter der 188 Beschäftigten, von denen viele als Teilzeitkräfte angestellt sind, seien gesichert, bekräftigte der Kanzlei-Sprecher. Die Mitarbeiter erhalten demnach Insolvenzgeld. 

Stoffe Werning: 2021 wurden erstmals rote Zahlen geschrieben

Der Insolvenzverwalter setze auf eine Sanierung der Stoffe Werning GmbH. Das Ziel sei, möglichst alle Standorte zu sichern. Stephan Michels habe einen Investorenprozess eingeleitet – es gebe bereits erste Interessenten. Laut Daten aus dem Handelsregister zur finanziellen Entwicklung hatte die Stoffe Werning GmbH 2021 erstmals rote Zahlen geschrieben. Im Jahresabschluss für 2021 stand ein Verlust von rund 56.000 Euro. 2022 stand bereits ein Jahresfehlbetrag von 524.000 Euro. Für 2023 gibt es noch keine Daten. 

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