Amtliche Warnung vor schweren Gewittern in NRW – „Viel Energie für gewaltige Unwetter“
VonHannah Decke
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Jetzt könnte es knallen! Während die Menschen in NRW unter der Mega-Hitze ächzen, braut sich etwas zusammen. Am Dienstag drohen schwere Unwetter. Es gibt erste Warnungen.
Hamm - Nordrhein-Westfalen schwitzt! Am Montag wurden an einer Messstation in Tönisvorst am Niederrhein 35 Grad gemessen – der bisher heißeste Tag des Jahres. Das könnte am Dienstag, 13. August, noch einmal getoppt werden. Nach einer Tropennacht wurden in Essen am frühen Morgen bereits über 25 Grad gemessen. „Das ist schon eine Hausnummer“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Im Gegensatz zum Vortag ist das Wetter am Dienstag aber drückend schwül. In der Atmosphäre über NRW gebe es „viel Energie für gewaltige Gewitter und Unwetter“, sagt Jung im Gespräch mit wa.de.
„Viel Energie für gewaltige Unwetter“: Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen in NRW
„Wenn sich Gewitter bilden, dann kann es heftig scheppern“, prognostiziert der Meteorologe. Schwerpunkt möglicher Gewitter sei der Nordwesten von Deutschland, also vor allem Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Es bestehe die Gefahr von Unwettern durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. „Dabei ist besonders Sturzregen ein Problem, da die Gewitter nur sehr langsam weiterziehen“, erklärt der Meteorologe.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) komme es am Dienstag „mit Ausnahme des Nordostens und Ostens“ zu einzelnen kräftigen Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit, Hagel bis 2 cm und Sturmböen bis 80 km/h. Vereinzelt seien Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit, örtlich auch extrem mit mehr als 40 l/qm, nicht ausgeschlossen. Erste Unwetter-Warnungen gab der DWD am Dienstagnachmittag für den Raum Köln/Bonn und das Sauerland heraus.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
Unwetter-Gefahr in NRW – und wieder Warnung vor extremer Hitze
Ob, wann und wo es knallt, ist schwer vorhersagbar. Es müsse dabei „zu einer Auslöse“ kommen, erklärt Dominik Jung. „Das heißt, es muss sich auch erstmal etwas bilden an Gewittern. Das wird nicht überall passieren.“
Neben der Unwetter-Gefahr warnt der Deutsche Wetterdienst auch weiterhin vor extremer Hitze in ganz NRW. Am Dienstag werde eine „extreme Wärmebelastung bis zu einer Höhe von 400 Metern“ erwartet. „Hitzebelastung kann für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl“, erklären die Wetter-Experten.