VonMaximilian Gangschließen
In einer Branche bekommen Mitarbeiter ab dem 1. Januar 2025 mehr Geld. Innerhalb von zwei Jahren ist der Lohn um über elf Prozent gestiegen.
Hamm – Wer Büros, Schulen oder Arztpraxen saubermacht, verdient jetzt mehr Geld: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte einen Stundenlohn von 14,25 Euro – und damit 75 Cent mehr als bislang. „Das ist der neue Branchen-Mindestlohn für die Innenreinigung von Gebäuden“, sagt Friedhelm Kreft, Bezirksvorsitzender der IG Bauen Agrar Umwelt (IG Bau) Westfalen-Mitte Süd.
14,25 Euro: Neuer Branchen-Mindestlohn für Reinigungskräfte
Damit sei für die insgesamt 28 Unternehmen der Reinigungsbranche in Hamm eine neue „Lohn-Marke“ gesetzt. „In einem Jahr klettert der Lohn dann noch einmal nach oben – auf glatte 15 Euro pro Stunde. Für Gebäudereinigerinnen ist das eine wichtige Stufe auf der Lohn-Leiter“, so Kreft.
Der Gewerkschaft sei es damit gelungen, für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk in nur zwei Jahren ein Lohn-Plus von über 11 Prozent herauszuholen. Kreft dazu: „Das ist ein gewaltiger Lohn-Sprung nach oben.“ Insgesamt sind laut IG Bau rund 940 Menschen in Hamm in der Gebäudereiniger-Branche beschäftigt, darunter auch Glas- und Fassadenreiniger.
Stundenlohn für Glas- und Fassadenreiniger steigt ebenfalls
Deren Stundenlohn steigt ebenfalls im Januar: „Wer bei Wind und Wetter draußen Glasfassaden professionell saubermacht, bekommt dafür jetzt mindestens 17,65 Euro pro Stunde – und damit 95 Cent mehr als vorher“, so Kreft. Das sei der Branchen-Mindestlohn für gelernte Fachkräfte – und damit für die Arbeitgeber in Hamm ein „wichtiges unteres Lohn-Limit“.
Gleichzeitig ist auch der gesetzliche Mindestlohn gestiegen, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau. Zum 1. Januar 2025 beträgt dieser nun 12,82 Euro. Im Vorjahr lag die Untergrenze noch bei 12,41 Euro.
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