Es wird wieder nass

Gewitter-Knall in NRW: Wetter-Umschwung bringt Starkregen und Sturmböen

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NRW erlebt am Mittwoch noch einmal fast 30 Grad. Danach steht der Wetterwechsel bevor. Es drohen Gewitter und Starkregen. Das Freibad-Wetter endet.

Update vom 26. August, 21.51 Uhr: „Von Westen nähern sich Tiefausläufer. Dabei wird eine feuchte und zu Gewitterbildung neigende Luftmasse herangeführt“, schildern die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in ihrer Wetter-Prognose für NRW. Ab Mittwochnachmittag müsse mit einzelnen Gewittern und lokalem Starkregen sowie Sturmböen gerechnet werden.

Es steht ein Wetterwechsel bevor. Es drohen Gewitter und Starkregen in NRW.

Ähnlich sieht es am Donnerstag und Freitag aus. Das Freibad-Wetter endet also am Mittwochnachmittag. Wo und wann genau die Gewitter in NRW zu erwarten sind, ist noch nicht bekannt. Dies ist für Meteorologen meist schwer vorherzusagen. Ein Warnung für eine bestimmte Region kann erst kurzfristig ausgesprochen werden.

[Erstmeldung] Hamm - Die letzte August-Woche startete in NRW mit sommerlichem Wetter. Am Montag zeigte sich überall die Sonne, die Temperaturen kletterten nach einem kühlen Wochenende allmählich wieder nach oben. Am Dienstag, 26. August, wird es noch wärmer. Laut Deutschem Wetterdienst liegen die Höchstwerte zwischen 26 und 30 Grad. Doch das Wetter kippt im Laufe der Woche.

Auf Hitze folgen in NRW in dieser Woche Gewitter. (Symbolbild)

„Im Südwesten steigt am Abend bereits das Gewitterrisiko“, erklärt Niklas Weise von Wetteronline. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt, dass einzelne Schauer im Laufe des Dienstagnachmittags nicht ausgeschlossen seien. Doch den großen Knall wird es in NRW dann wohl noch nicht geben.

Wetter-Wende nach Hitze in NRW: Gewitter und Starkregen drohen

„Der landesweit wärmste Tag wird der Mittwoch“, erklärt Meteorologe Weise weiter. „Die Luft wird im Südwesten jedoch immer schwüler und unwetterartige Gewitter mit Sturmböen und Starkregen drohen.“ Laut DWD wird es in NRW im Laufe des Tages immer bewölkter, bevor der Himmel seine Pforten öffnet. Wann und wo Gewitter am Mittwoch zu erwarten sind, ist noch unklar.

Am Donnerstag fallen die Temperaturen dann wieder ab, es bleibt laut DWD aber warm bei Höchstwerten zwischen 22 und 26 Grad, im höheren Bergland sind maximal 19 Grad drin. In der Nacht zu Freitag werden dann noch Schauer und einzelne Gewitter erwartet, die im Verlauf jedoch nachlassen sollen. Laut 10-Tage-Prognose des DWD für Düsseldorf muss auch am Wochenende mit Regen gerechnet werden.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 fegte der Orkan Kyrill mit mehr als 180 km/h über Deutschland hinweg. Auf dem Kindelsberg bei Kreuztal wurden Windgeschwindigkeiten bis 205 km/h gemessen. Elf Menschen starben in Folge des Orkans, sechs davon in NRW. Die Opfer kamen bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Wäldern ums Leben. Denn Kyrill richtete Schäden in Milliardenhöhe an. In NRW wurde vor allem in den Wäldern im Sauerland und Siegerland (Foto) die Kraft des Orkans deutlich.  © Bernd Thissen/dpa
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Nach Angaben der NRW-Landesregierung belief sich der Schaden im Wald auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dieses Foto wurde in Meinerzhagen im Sauerland aufgenommen. © IMAGO/imageBROKER/Heinz-Dieter Falkens
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
An Pfingsten 2014 überzog das Sturmtief Ela vor allem Nordrhein-Westfalen. Es traten in einem Streifen vom Rheinland bis ins Ruhrgebiet Böen bis Orkanstärke auf, die zusammen mit einem großen Gewitterkomplex auftraten. © IMAGO / blickwinkel
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Am 9. Juni (Pfingstmontag) kamen zwischen 20 und 23 Uhr in Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld insgesamt sechs Menschen ums Leben. In ganz NRW gab es über 60 Verletzte, 30 davon schwer. Bei der Deutschen Bahn waren die Schäden nach eigenen Angaben deutlich stärker als bei Kyrill. Ein Festival in Essen musste evakuiert werden.  © IMAGO / Jochen Tack
Orkan "Friederike" hat in den Wäldern Nordrhein-Westfalens gewütet.
Wieder zu Todesopfern kam es im Jahr 2018 beim Orkan Friederike. NRW war am 18. Januar das erste und auch am stärksten betroffene Bundesland. In Emmerich wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Lippstadt starb ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall, in Sundern ein Feuerwehrmann im Einsatz. In Duisburg wurde Sirenenalarm ausgelöst.  © Arnulf Stoffel/dpa
Entwurzelte Bäume liegen in Bochum im Weitmarer Holz. Der Sturm Friederike hatte die Bäume entwurzelt.
Die Bevölkerung sollte sichere Räume aufsuchen. Auch die Wälder wurden wieder stark zerstört, wie hier in Bochum im Weitmarer Holz. © IMAGO / Funke Foto Services
Die Erde im Flussbett des Rheins ist aufgrund der Dürre ausgetrocknet und aufgerissen.
Das Jahr 2018 war laut Deutschem Wetterdienst das bis dato wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vom April bis in den Oktober war es in Deutschland außergewöhnlich trocken und heiß. Selbst am 13. Oktober wurden in Tönisvorst in NRW noch 28,6 Grad erreicht. © Christophe Gateau/dpa
Biggesee Biggetalsperre der Pegel Wasserstand hat nach den letzten trockenen Monaten stark abgenommen
Flächendeckend wurden neue Rekorde aufgestellt. In 9 der 15 größten deutschen Flüsse herrschte sehr lange extremes Niedrigwasser. © IMAGO / Rene Traut
Schnee-Chaos auf A2 in NRW
Im Februar 2021, mitten im Corona-Lockdown, wurde NRW regelrecht eingeschneit. Zudem sanken die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Auf der A2 bei Bielefeld war der Verkehr in der Nacht im Schnee-Chaos zum Stillstand gekommen. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten bei klirrender Kälte die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Rund um Bielefeld bildeten sich zwischenzeitlich mehr als 70 Kilometer Stau. © Festim Beqiri
Februar 2021: Rodeln am Kaiserberg in Duisburg
Selbst im Ruhrgebiet fiel so viel Schnee, dass gerodelt werden konnte – wie hier am Kaiserberg in Duisburg. © IMAGO / Funke Foto Services
Verwüstung und Tote: Die Flutkatastrophe im Juli 2021 in NRW
Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte in NRW 49 Todesopfer. Es gab zudem Dutzende Verletzte, unzählige Menschen wurden traumatisiert und verloren alles. Die Schäden werden auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Es gab historische Höchststände bei den Flüssen und Bächen in NRW.  © David Young/dpa
Flut im Sommer 2021 in Hagen, 14. Juli
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und auch eine Justizvollzugsanstalt mussten geräumt werden. Gemessen an der Opferzahl war das Hochwasser 2021 die schwerste Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut im Jahr 1962. © IMAGO / Kirchner-Media
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - PKW schwimmt in den Sturzfluten
Zunächst hatte es Hagen und das Sauerland getroffen. ©  IMAGO / Marius Schwarz
Flutkatastrophe, NRW, Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel
Danach den Kreis Euskirchen. ©  IMAGO / Xinhua
Flut 2021: In Erftstadt-Blessem (NRW) sind Häuser massiv unterspült worden und einige eingestürzt oder in eine nahe Kiesgrube gestürzt.
Und Erftstadt, insbesondere die Ortschaft Blessem. ©  IMAGO / Future Image
Eine Kirche in Lippstadt-Hellinghausen ist durch den Tornado abdeckt worden. Der komplette Turmhelm wurde herunter gerissen.
Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, vollkommen zerstörte Autos: Gleich drei Tornados fegten im Mai 2022 durch NRW. In Lippstadt waren binnen Minuten Teile der Innenstadt verwüstet. An einer Kirche stürzte der gesamte Dachstuhl des Turms in die Tiefe. Kurz darauf traf ein zweiter Tornado auf Paderborn. Er war noch verheerender als der erste. Es gab 43 Verletzte. Ein dritter Tornado fegte an diesem Tag durch Höxter.  © Daniel Schröder
Dürre Sommer 2022 Rhein Düsseldorf
Der Sommer 2022 war in Europa erschreckend trocken. Es war überdurchschnittlich warm, und es gab unterdurchschnittliche Regenmengen. Es war zudem der heißeste Sommer in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. In NRW wurden am 19. Juli Temperaturen über 38 Grad gemessen. In einigen Regionen fielen die Pegel von Gewässern auf sehr niedrige Werte ab. Am 16. August fiel der Pegelstand des Rheins in Emmerich erstmals auf null und lag zwischenzeitlich noch darunter.  © Federico Gambarini/dpa
Mai 2024: Tornado über Hagen richtet Schäden an
Im Mai 2024 richtet ein Tornado in Hagen enorme Schäden an. Der Wirbelsturm feht am Nachmittag über die Stadt hinweg, deckt Dächer ab und entwurzelt Bäume. © IMAGO/EinsatzReport24

Niklas Weise spricht von einer feuchtwarmen Luft, die bis zum Ende der Woche bleibt. „Ein neues Spätsommerhoch zeichnet sich derzeit nicht ab“, erklärt der Meteorologe. Ganz abschreiben sollte man den Sommer 2025 aber gewiss noch nicht. Dies lehre die Vergangenheit, so der DWD. Die statistischen Auswertungen würden zeigen, „dass es bis Ende Oktober noch Tageshöchsttemperaturen von 25 Grad oder mehr (nach meteorologischer Definition ein ,Sommertag‘) geben kann.“ Auch 30 Grad und mehr seien noch bis Anfang Oktober möglich.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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