Regenfälle in NRW: Bis Pfingsten weiterhin Gewitter und Starkregen möglich
VonHannah Decke
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Das Wetter in NRW wird unbeständig – und teils ziemlich brisant. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zunächst vor starken Gewittern und Dauerregen.
Hamm - Vorsicht beim Wetter in Nordrhein-Westfalen: Bis einschließlich Pfingsten könnte es in einigen Regionen brisant werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete am Freitag, 17. Mai, Gewitter vor allem westlich des Rheins am Nachmittag und Abend starke Gewitter. Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit waren nicht ausgeschlossen. Für die Eifel war zudem eine Unwetterwarnung aktiv. Die amtliche Unwetterwarnung des DWD, die seit Freitagmorgen, für Teile des Südwesten von NRW galt, wurde am Freitagabend, gegen 20.30 Uhr aufgehoben.
Dauerregen und Gewitter: Unwetter-Warnung für NRW aufgehoben
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete am Freitag mit Dauerregen in NRW, in der Eifelregion teils mit Unwetter. Ab dem Vormittag bis in die Nacht zum Samstag rechnete der DWD mit Dauerregen mit 30 bis 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in einem Zeitraum von 12 bis 24 Stunden, örtlich auch bis zu 70 Liter.
Die amtliche Unwetterwarnung sollte zunächst von Freitag, 3 Uhr, bis Samstag, 2 Uhr, gelten. Vor allem der Kreis Euskirchen und der südliche Kreis Aachen war zunächst davon betroffen. Hier schrieb der DWD: „Gefahr für Leib und Leben durch Überflutungen von Straßen/Unterführungen sowie gewässernahen Gebäuden; mögliche Erdrutsche.“
Die Unwetterfront hatte sich aber bereits im Laufe des Tages immer mehr in Richtung Südwesten verschoben. NRW blieb damit vor größeren Überschwemmungen verschont. Vor allem Rheinland-Pfalz und das Saarland wurden von den Unwettern am Freitag hart getroffen.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
In weiteren Verlauf der Nacht zu Samstag erwarten die DWD-Experten weiterhin, dass sich die Wetterlage beruhigt. Der Regen lässt langsam nach, im Nordosten örtlich Wolkenlücken und niederschlagsfrei. Am Samstag kann es dann wieder richtig nass werden: „Stark bewölkt und zeit- und gebietsweise Schauer oder schauerartig verstärkter Regen, teils gewittrig durchsetzt“, heißt es in der Vorhersage des Wetterdienstes. Im Norden geringere Schauer- und Gewitterneigung, dort teils auch niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 21 Grad, in Hochlagen um 17 Grad.
Überschwemmungen drohen: Gewitter mit Starkregen in NRW
„Wir sitzen zwischen den Stühlen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Hoch Uwe über Osteuropa bestimme in den nächsten Tagen das Wetter im Nordosten von Deutschland. Der Südwesten – unter anderem NRW – stehe hingegen unter dem Einfluss vom Tief Juli über den Britischen Inseln. Die Wettergrenze direkt über Deutschland kann nach Aussagen des Wetter-Experten zu einer brisanten Lage führen.
Das Problem: Laut Jung ziehen die Schauer und Gewitter nur langsam über die betroffenen Regionen hinweg, bleiben also verhältnismäßig lang an ein und derselben Stelle stehen. Die Folge seien im schlimmsten Fall Sturzfluten, also plötzliche Überschwemmungen eines kleinen Gebiets. Dies war bereits zu Beginn der Woche in einigen Regionen in NRW der Fall, als vor unwetterartigem Starkregen gewarnt wurde. So sorgte etwa am Montag eine Gewitterzelle über Werl-Büderich für überflutete Straßen, während in anderen Städten im Kreis Soest die Sonne schien.
Bis Pfingsten verändert sich die Prognose für NRW kaum. Immer wieder muss mit Schauern, Gewittern und auch Starkregen gerechnet werden. Ob letztlich auch die Feiertage ins Wasser fallen werden, bleibt abzuwarten.