VonHannah Deckeschließen- Maksym Brikschließen
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gab starken Schneefall und dazu noch Regen. Das erwartet Verkehrsteilnehmer am Donnerstag.
Lüdenscheid - Schnee, Glätte, Dauerregen: Das Wetter könnte am Donnerstagmorgen, 9. Januar, im Berufsverkehr für Chaos auf den Straßen in der Region sorgen. Ein Meteorologe mahnt zur Vorsicht. Auch Eisregen ist möglich. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) bereitet sich entsprechend vor.
„Wir sind bestens aufgestellt“: STL ist bereit für Schnee und Glätte in Lüdenscheid
„Diese Luftmassengrenze macht es spannend bis auf den letzten Meter“, sagt Dominik Jung. Der Diplom-Meteorologe erklärt im Gespräch mit wa.de, dass die Menschen am Donnerstagmorgen vorsichtig sein sollten. Schnee, Glätte, Dauer- und Eisregen: Bis zum Wochenende könnte es gefährlich werden auf den Straßen in Lüdenscheid und im Kreisgebiet.
Eine Luftmassengrenze wird am Donnerstag aller Voraussicht nach einmal quer über Deutschland liegen. Dies mache die Wetter-Vorhersage „ziemlich kompliziert“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Und spannend, denn welche Wetterlage sich letztlich wo ergibt, sei schwierig zu prognostizieren. „Ganz klar wird das erst dann sein, wenn die Sache ,am Laufen ist‘“, so der Meteorologe. Jung spricht von Neuschnee bis 15 Zentimetern ab 200 bis 300 Metern Höhe.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass NRW „weitgehend im Bereich kühlerer Meeresluft polaren Ursprungs“ liege. Schon seit Mittwochabend müsse in der Südhälfte von NRW mit „kräftigen Schneefällen“ gerechnet werden. Entsprechend werde es glatt auf den Straßen. Innerhalb von 6 bis 8 Stunden rechnen die Wetter-Experten oberhalb von 200 Metern mit bis zu zehn Zentimetern Neuschnee.
„Erwarten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee“: Dem Märkischen Kreis droht ein Verkehrschaos
Bis zu 15 Zentimeter Schnee sogar, erwartet der STL: „Wir gehen davon aus, dass es [am Donnerstag] früh ziemlich eklig wird“, sagt Verwaltungsleiterin Krisitina Reuber, „Wir erwarten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee, freuen uns aber über jeden Zentimeter weniger.“ Auch Werksleiter Andreas Fritz erwartet „Probleme für den Berufsverkehr“. Man sei bestens vorbereitet, die Salzhallen seien gefüllt, doch alle Prophylaxe hätte ihre Grenzen: „Wir können natürlich nur das wegräumen, was liegt“, so Fritz. Was genau ansteht, wenn in der Nacht der Schnee fällt, könne noch nicht gesagt werden: „Der Wetterdienst ist gut, aber am besten ist natürlich immer noch der Blick aus dem Fenster“, erklärt Reuber.
Besonders wichtig für Lüdenscheid sei es, die Umleitungsstrecken für die gesperrte Rahmede Talbrücke sauber und befahrbar zu halten. „Wenn sich dann in den frühen Stunden ein Stau dort bildet, kommen unsere Fahrzeuge nicht mehr durch.“ Auch am Donnerstag gilt eine amtliche Warnung des DWD vor Schneefall. Diese gilt von 4 bis 15 Uhr.
Schon am Dienstag überraschte ein plötzlicher Schneefall mitten am Tag den städtischen Winterdienst. Viele Vorfälle hätte es aber nicht gegeben. Für die kommende Nacht habe man indes deutlich mehr Vorlauf.
Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

