Unfall

Glatteis in Warstein: Toast-Lkw kollidiert mit Hauswand

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Der Lkw kollidierte zuerst mit der Hausecke und kam dann weniger Meter weiter zum Stehen.
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Am Mühlenbruch kam es am Samstagmorgen zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich ein Lkw-Fahrer schwer verletzte. Der Sachschaden liegt in etwa bei 110.000 Euro, laut Zeugen und Polizei war die Straße nicht gestreut.

Warstein - Der zwischenzeitliche Wintereinbruch hat im Warsteiner Stadtgebiet am Samstagmorgen zu einem ersten schweren Verkehrsunfall geführt.

Glatteis in Warstein: Toast-Lkw kollidiert mit Hauswand

Wie auch die Polizei in einer Mitteilung schilderte, befuhr in den Morgenstunden des 23. Novembers ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus Marl die Straße „Am Mühlenbruch“ vom Schwarzen Weg kommend in Richtung B55-Einmündung. Dort beabsichtigte er laut Polizei nach links abzubiegen. Doch schon knapp 50 Meter zuvor, kurz hinter der Einmündung zur ansässigen Schreinerei Tüllmann, kam der Lkw aufgrund von Glatteis ins Rutschen. Wie die Polizei und auch Zeugen vor Ort schilderten, war die Fahrbahn nicht gestreut.

Erst rutschte der Lkw – nach Erkenntnissen vor Ort hatte er unter anderem Toastbrote und Aufbackwaren geladen – gegen den Bordstein und darüber hinweg gegen eine Hausecke, wo er zuerst mit dem Heck einschlug, sich anschließend offenbar noch einmal drehte und dann mit der Fahrerkabine erneut mit der Hauswand einige Meter weiter kollidierte.

Der Lkw musste abgeschleppt werden.

Ein Zeuge, der von der B55 aus den Hergang beobachtete, habe gegenüber weiteren Passanten geschildert, dass der Lkw lediglich in Schrittgeschwindigkeit rollte, bei dem Gewicht und der glatten Fahrbahn aber keine Chance hatte. Bei der Kollision wurde der Fahrer des Lkw schwer verletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Statiker muss Wohnhaus überprüfen

Nach Schätzungen vor Ort liegt auch die Sachschadenshöhe im niedrigen sechsstelligen Bereich. Abgesehen von der geladenen Ware waren sowohl der Aufbau des Lkw, als auch das Fahrgestell und die Fahrerkabine stark demoliert beziehungsweise verformt. Hier dürfte der Schaden in etwa bei 70.000 Euro liegen, während am Haus nach Schätzungen vor Ort ein Schaden von 40.000 Euro entstand, wie Inhaber Christian Tüllmann am Unfallort schilderte. In dem Haus ist eine Wohngruppe des betreuten Wohnens untergebracht.

Durch die Kollision traten Risse in der Hausfassade auf.

Besonders bitter, so Tüllmann: „Die Fassade wurde erst vor knapp sechs Wochen aufwendig saniert.“ Durch den Einschlag des Lkw seien Risse in der Fassade und im Fachwerk aufgetreten, „im Keller konnte ich direkt noch nichts erkennen, weil das alles verkleidet ist“. Die Wohngruppe werde nach aktuellem Stand dort weiter wohnen können – und kommt erst einmal mit dem frühmorgendlichen Schrecken davon: „Ein Statiker wird sich das aber anschauen müssen.“ Man könne noch von Glück sprechen, dass das nicht an einem Wochentag passiert sei, so Tüllmann: „Denn dann sind an dieser Stelle etliche Schulkinder unterwegs.“

Die Fassade wurde erst vor knapp sechs Wochen aufwendig saniert.

Christian Tüllmann

Gegen 10 Uhr rückte ein Abschleppunternehmen an, der Lkw war nicht mehr fahrbereit. Für die Dauer der Unfallaufnahme und des Abtransportes des Lkw war die Straße zwischen B55-Einmündung und Feldstraße voll gesperrt.

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