- VonJörg Beuningschließen
Die Konrad-Adenauer-Realschule muss 28 Viertklässlern eine Absage erteilen. Ein limitiertes Raumangebot steht im Weg. Für Schulleiterin Simone Lütkenhaus keine leichte Aufgabe.
Berge – Das war wahrlich keine einfache Aufgabe für Simone Lütkenhaus, Leiterin der Konrad-Adenauer-Realschule (KAR). Sie musste gleich 28 Viertklässlern eine Absage erteilen. Sie hatten sich die KAR als Wunschschule für die Zeit nach der Grundschule im Sommer ausgesucht. Doch die KAR darf im Sommer keine vier Eingangsklassen bilden. Sie ist als dreizügige Schule ausgelegt.
Nur in Ausnahmefällen darf sie vier Klassen bilden. Diese Ausnahme hat es allerdings in den vergangenen Jahren mehrfach gegeben. Im Sommer werden vier zehnte Klassen die Schule verlassen, so dass sich an der Zahl der Klassen im Sommer nichts geändert hätte. Doch räumlich platzt die Schule aus allen Nähten. Im vergangenen Jahr hatte sogar ein Klassenraum doppelt belegt werden müssen, so Lütkenhaus. Auch weitere Schulen mussten Kinder ablehnen.
Lütkenhaus tun die Absagen besonders leid, wie sie mitteilt. „Wir hatten viele nette Gespräche mit den Kindern und Eltern. Wir können können absolut nachvollziehen, dass sie enttäuscht sind“, sagt Lütkenhaus, die sich über die große Nachfrage natürlich sehr gefreut habe. Das spreche für den guten Ruf der Schule.
93 Schüler haben eine Zusage erhalten. Damit geht die Realschule nach den Sommerferien mit drei pickepackevollen Klassen (jeweils 31 Schüler an den Start). Die Auswahlkriterien war zum größten Teil von der Schulaufsicht vorgegeben und objektiv. Vorrang hatten demnach die Schüler von den drei Grundschulen aus Berge, Westtünnen und Rhynern. Das waren alleine 69.
Als Förderschule für Kommunikation nahm die KAR drei Schüler mit diesem Förderbedarf auf. Acht Schüler seien ausgewählt worden, da ihre Geschwister bereits zur KAR gehen. „Die weiteren Plätze wurden dann im Losverfahren vergeben“, erklärt die Schulleiterin. Unter den Absagen waren viele Schüler, die außerhalb des Stadtbezirks Rhynern wohnhaft sind. Wenn sie die Realschule als Schulform behalten wollen, können sie nun in Heessen, Bockum-Hövel oder an der Friedrich-Ebert-Realschule im Hammer Westen einen Platz finden.
