VonDaniel Schröderschließen
In Warstein rollte am Donnerstag eine große Such-Aktion an. Ein 11-Jähriger wurde von seiner Mutter vermisst. Dann konnte jedoch aufgeatmet werden.
Belecke/Niederbergheim – Aufregung am verschneiten Donnerstag zwischen Belecke und Niederbergheim: Gegen 17.15 Uhr meldete eine Mutter aus Niederbergheim ihren Sohn als vermisst. Schnell ließen Polizei und Feuerwehr eine große Such-Aktion anrollen. Doch dann konnten alle aufatmen.
Polizeisprecher Marco Baffa-Scinelli erklärt, dass die Mutter um 17.15 Uhr Alarm geschlagen hatte, weil ihr Sohn nicht von der Schule zurückgekehrt war. Eine Recherche bei der Belecker Sekundarschule ergab, dass der 11-Jährige einem Mitschüler gesagt habe, dass er nach Hause laufen werde, weil wegen des Schnees kein Bus nach Niederbergheim fahre. Also machte der Junge sich zu Fuß auf den rund zehn Kilometer langen Weg.
Junge wird nach der Schule vermisst – Feuerwehr macht sich mit Quad auf den Weg
Weil er kein Handy dabei hatte, wusste die Mutter allerdings nichts von der Planänderung ihres Sohnes. Bei den Behörden gingen durch die Vermisstenmeldung alle Alarmglocken an: Ein Kind, von dem bei dieser Witterung jede Spur fehlte – jetzt musste es schnell gehen. Neben zahlreichen Kräften der Polizei wurde auch der Löschzug Belecke der Freiwilligen Feuerwehr Warstein sowie die Feuerwehr Geseke mit ihrem Quad mobilisiert.
Die Einsatzkräfte hatten sich bereits auf einen aufwändigen Einsatz eingestellt, da meldete sich gegen 18 Uhr laut Polizeiangaben die Schwester eines Freundes des vermissten Jungen. „Der Vermisste wurde von der Schwester eines Freundes in Allagen wohlbehalten angetroffen und nach Hause gefahren“, schilderte der Polizeisprecher.
Es war einer von zahlreichen Einsätzen, die Polizei und Feuerwehr am Donnerstag bewältigen mussten. Am Freitag zog die Polizei Bilanz.
