Penthäuser am Kreisverkehr

Prominenter Standort: Großer Neubau entsteht bald an der Münsterstraße

+
Vorderansicht: Unten ist Platz für Gewerbe, Mietwohnungen sind in den beiden mittleren Etage zu finden, oben dann Penthouse-Wohnungen.
  • schließen

Wenn alles gut läuft, wird im Frühjahr in Hamm an der Münsterstraße mit Bauarbeiten begonnen. An einem „durchaus prominent gelegenen Standort“, wie es im Beschluss des Bebauungsplans heißt.

Hamm - Direkt am Kreisverkehr mit dem Sachsenring und der Warendorfer Straße sollen „Am Beisenort“ öffentlich geförderte, aber auch Penthouse-Wohnungen sowie Gewerberäume und Arztpraxen entstehen. Cevdet Karademir, Geschäftsführer sowohl der Immo Plan GmbH als Projektentwickler sowie der Plan-Bau GmbH als ausführende Baufirma, die beide in Bockum-Hövel ansässig sind, präsentierte nun die Pläne.

Außerdem erläuterte Karademir, welche Dinge bei dem Gebäudekomplex an der sehr verkehrsreichen Bundesstraße zu beachten sind und machte Hoffnung, dass die Räume nach der Fertigstellung schnell bezogen sein könnten. „Das macht schon etwas her“, erwartet sich Karademir eine Aufwertung des Bereichs. Schon seit vier Jahren wird an dem Projekt gearbeitet, geändert und gefeilt.

Im Frühjahr soll am Beisenort angefangen werden

Karademir und sein Team standen dabei in engem Austausch mit dem Gestaltungsbeirat und haben die Entwürfe mit dem Stadtplanungsamt entwickelt. Nun sind sie weitgehend festgezurrt und sollen möglichst bald umgesetzt werden. Zuletzt standen allerdings noch die Baugenehmigung und das endgültige Bodengutachten aus. „Wir sind im Endschliff an den Räumen“, sagt Karademir zum Stand der Planungen und ist zuversichtlich, dass im Frühjahr am Beisenort angefangen werden kann. Vorher könnten bereits die Erdarbeiten durchgeführt werden. Die tiefer als das Umfeld liegende Fläche muss nämlich aufgefüllt werden.

Auf dem etwa 0,5 Hektar großen Grundstück, das sehr lange brach gelegen hatte, werden drei Etagen sowie ein Staffelgeschoss nach KfW-40-Standard entstehen. Das Gebäude, das rund 80 Meter entlang der Münsterstraße und 50 Meter parallel zum Sachsenring errichtet werden soll, wird von außen wie ein einzelner Komplex aussehen, im Inneren gibt es jedoch sechs voneinander unterteilte Bereiche, jeweils abgetrennt durch die Fahrstühle und Treppenhäuser. Im Grunde sind es mehrere kleine, aber zusammenhängende Mehrfamilienhäuser.

Wohnungen und Gewerbe: Der Neubau am Kreisverkehr soll auch den Ortseingang nach Hamm aufwerten und bietet viel Grün im Innenhof und auf den Dächern.

Mehr als 20 geförderte Wohnungen sollen entstehen

Von außen wird das Erdgeschoss in verschiedenen Grautönen verklinkert, darüber kommt eine helle Putzfassade, ehe die dritte Etage mit den zu vermietenden Penthouse-Wohnungen farblich abgesetzt dunkel verputzt werden soll. Unten und zum Teil im ersten Obergeschoss sollen Geschäfte, Arztpraxen und Büros einziehen.

Des Weiteren werden in den beiden mittleren Etagen mehr als 20 geförderte Wohnungen entstehen. Verschiedene Größen von zweieinhalb bis viereinhalb Zimmer sollen dabei für einen Mix an Mietern sorgen. Karademir schwebt ein Mehrgenerationenhaus mit Alt und Jung, Familien mit Kindern und Senioren vor, die zusammen eine gute Nachbarschaft bilden.

Für alle drei Bereiche rechnet Karademir fest mit einer raschen Vermietung. „Wir hatten schon mehrere Anfragen, obwohl wir es noch gar nicht publik gemacht haben“, sagt er bezüglich der Gewerberäume. Für eine Arztpraxis war man sogar schon früh in weiterführenden Gesprächen. Und: „Die Nachfrage ist groß für die Wohnungen.“ Auch um das Staffelgeschoss macht er sich keine Sorgen trotz steigender Bauzinsen und Kosten. „Ich sehe da keine Schwierigkeiten, dafür gibt es eine gewisse Kundenklientel.“ Ähnlich wie im Erdgeschoss sei hier bei der Raumaufteilung das letzte Wort nicht gesprochen, könnten Interessenten noch Wünsche äußern.

Keine Kompromisse beim Schallschutz am Kreisverkehr

Keine Kompromisse gab es beim Schallschutz. Am Kreisverkehr treffen viel befahrene und zentrale Verkehrsverbindungen aufeinander. Höhere Auflagen gegen den Lärm habe es deshalb gegeben, gutachterlich sei alles geprüft worden, versichert Karademir. Architektonisch hatte die Lage des Gebäudes ebenfalls Auswirkungen. So liegen alle Wohn- und Schlafräume zum Innenhof. Dort werden sich auch die Anwohner- und Gewerbeparkplätze befinden – insgesamt 50 an der Zahl. Ein Fahrradhäuschen wird ebenfalls berücksichtigt. Wegen der Verkehrssituation gibt es zwei Ausfahrten, an denen am Sachsenring und an der Münsterstraße jeweils nur nach rechts abgebogen werden darf.

Im Verlauf der Planungen wurden auch die Themen Energieversorgung und Klimaschutz immer wichtiger. So werden Luftwärmepumpen installiert, das Dach mit zahlreichen Photovoltaik-Anlagen bestückt. Zwischen denen wird das Dach begrünt, selbst auf dem Fahrradunterstand soll die Begrünung fortgesetzt werden. Überhaupt sollen alle nicht überbauten Flächen im Innenhof mit Bäumen, Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt werden. Im derzeitigen Plan sind außerdem acht E-Ladestationen für Autos eingezeichnet, an E-Bikes wird ebenso gedacht.

Kommentare