- VonJörn Funkeschließen
Das 49-Euro-Ticket für Bus und Bahn wird vermutlich einen Monat später als geplant eingeführt. Das hat auch Auswirkungen auf die neuen, 29 Euro teuren Hamm-Tickets.
Hamm – Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) plant die Einführung des 49-Euro-Tickets für den 1. Mai, auch der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hält das inzwischen für durchaus möglich. Zeitgleich mit dem bundesweit gültigen 49-Euro-Ticket soll für Hamm ein 29-Euro-Ticket eingeführt werden, das nur innerhalb der Stadt gilt.
Hamm-Ticket ausschließlich digital erhältlich
Bund und Länder hatten sich zwar auf die Finanzierungsmodalitäten für das „Deutschland-Ticket“ geeinigt, das Datum für die Einführung aber noch offen gelassen. Man sei bisher vom 1. April ausgegangen, sagte NWL-Sprecher Uli Beele. Es gebe aber noch so viel zu klären, dass es auch der 1. Mai werden könne. Der VRR ist da deutlicher: „Wir rechnen damit, dass es zum 1. Mai eingeführt wird“, sagte jetzt Vorstand José Luis Castrillo. „Der Verkaufsstart wird vier Wochen vorher beginnen.“
Auch bei den Hammer Stadtwerken laufen die Vorbereitungen mit Hochdruck, wie Sprecherin Cornelia Helm sagte. Viele Einzelheiten seien noch unklar. Sicher sei allerdings, dass es sich um ein rein digitales Angebot handele. Es werde keine Chip-Karten-Lösung geben, denkbar sei dagegen eine App. Ähnlich äußerte sich der VRR.
Großteil des bisherigen Angebots wird überflüssig
Grundsätzlich soll das 49-Euro-Ticket landesweit zu gleichen Bedingungen eingeführt werden. Im Düsseldorfer Verkehrsministerium arbeite man deshalb bereits an einer „konsistenten, landesweiten Tarifstruktur“, heißt es beim VRR.
Bei den einzelnen Verkehrsverbünden dürfte das neue Angebot deutliche Einflüsse auf die bisherige Preisgestaltung haben – ein Großteil des bisherigen Angebots wird schlicht überflüssig, wenn Pauschalbeiträge von 29 oder 49 Euro eingeführt werden.