Bauarbeiten

Modernisierung: Alte Schule Werries bald mit Fahrstuhl bis unters Dach

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Die Alte Schule Werries wird barrierefrei ausgebaut. Dazu gehört auch ein Fahrstuhl bis unters Dach. Die Bauarbeiten dazu sind angelaufen.

Werries – Vor der Barrierefreiheit kommt noch einmal eine Zeit besonderer Hindernisse. Diese setzten Mitarbeiter einer Baufirma bereits vor einigen Tagen in Form von Bauzäunen an der Westseite des Stadtteilzentrums Alte Schule Werries. Sichtlich los gingen die Arbeiten aber erst Mitte vergangener Woche (27. September) mit dem Baggereinsatz – etwa einen Monat später als Mitte des Jahres noch anvisiert. Die Begegnungsstätte erhält den schon lange geforderten Außenaufzug mitsamt barrierefreier Toilette unter dem Dach und wird so vom Boden bis zur Spitze barrierefrei.

Das Stadtteilzentrum war als Zechenschule entstanden. Barrierefreiheit war damals kein Thema. Rund 110 Jahre später wird das Haus innen bis unters Dach von der Stadtteilkoordination, dem Jugendcafè, von diversen Vereinen und Gruppen genutzt. Mit einer von mehr als 60 Unterzeichnern unterstützten Unterschriftenaktion forderte der Arbeitskreis Kunst vor vier Jahren, dass Menschen mit Behinderungen in alle Etagen gelangen können.

Baustart an der Braamer Straße: Bei der Dachsanierung des Stadtteilzentrums Alte Schule Werries vor rund zwei Jahren trafen die Planer und Handwerker schon Vorbereitungen für den Anbau des Aufzuges. Nun haben die Arbeiten dazu begonnen.

Hamm: Aufzuganlage an der alten Schule Werries soll im Januar in Betrieb gehen

Die genannten Erdarbeiten sollen bis Anfang November abgeschlossen werden. Danach werden die Außenwände für den Aufzugschacht errichtet. Im Januar solle dann die Aufzuganlage installiert und in Betrieb gehen kann, sagt Sprecher der Stadt Hamm, Tobias Köbberling, über den Zeitplan.

Für die barrierefreie Toilette finden derzeit Trockenbauarbeiten statt. Im November soll die Installation der Technik beginnen.

Ausbau des Daches soll auch im Frühjahr 2024 beendet sein

Mit den Maßnahmen wird auch der Ausbau des Dachgeschosses umgesetzt: Der AK Kunst erhält neue Räume – wie auch Ortsheimatpfleger Stephan Mohr, der schon lange darauf wartet, die Heimatstube einrichten zu können.

Nach derzeitigem Plan peilt die Stadtverwaltung eine Fertigstellung für Februar 2024 an. „Zurzeit liegt der Durchführungszeitraum der Maßnahme im geplanten zeitlichen Rahmen“, sagt der Stadtsprecher.

Kosten des Umbaus werden fast vollständig vom Land getragen

Für den barrierefreien Ausbau kalkuliert die Stadtverwaltung mit rund 406 000 Euro. Bereits im Juli 2021 bekam sie dazu einen Zuwendungsbescheid aus dem Programm „Lebendige Zentren“. Bund und Land fördern die Maßnahme zu 80 Prozent mit rund 325 000 Euro. Bleibt ein städtischer Anteil von etwa 81 000 Euro.

An der Arnold-Freymuth-Gesamtschule hingegen gab es zuletzt Verwirrung. Dort ist ein anderer Schulleiter eingesetzt als ursprünglich kommuniziert.

Rubriklistenbild: © Haarmann

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