- VonJörg Beuningschließen
Die Baustelle auf der Werler Straße stellt eine große Belastung für die Verkehrsteilnehmer und Anwohner dar. Und das wird auch erst einmal so bleiben. Lösungen gibt es kaum.
Rhynern – Mehr als drei Monate müssen Verkehrsteilnehmer und Anwohner noch durchhalten. So lange dauert die Baustelle auf der Werler Straße noch. Immerhin: Dieser Zeitplan wird nach aktuellen Erkenntnissen auch eingehalten. „Bislang laufen die Arbeiten wie erhofft“, zeigt sich die Sprecherin von Straßen-NRW, Nadia Leihs, zufrieden und erwartet keine Verzögerungen.
So gehe der Landesbetrieb weiterhin davon aus, dass im September an zwei Wochenenden unter Vollsperrung die Asphaltdecke gezogen werden kann. Anschließend seien nur noch Restarbeiten erforderlich, ehe die Straße wieder vollständig freigegeben wird.
CDU: „Dann bitte sollen sieben Polizisten den Verkehr regeln“
Bis dahin dürften die Ausweichstrecken weiterhin deutlich mehr Verkehr als üblich aufnehmen müssen. Für die CDU-Bezirksfraktion Grund genug, in dieser Thematik nicht nachzulassen. „Es muss dringend etwas passieren“, fordert der Fraktionsvorsitzende Heinrich Saarbeck. Er hatte zum Beispiel den Einsatz von Verkehrspolizisten zu den Stoßzeiten in den Kreuzungsbereichen auf der Werler Straße gefordert, um das Fehlverhalten von einigen Verkehrsteilnehmern, die bei Grünlicht in die noch verstopfte Kreuzung einbiegen, zu verhindern.
Doch mit diesem Vorstoß kommt er offenbar nicht weiter. Ihm sei gesagt worden, dafür müsste die Polizei dann etwa sieben Beamte einsetzen. „Wenn wir dadurch verhindern können, dass auch nur ein Mensch in Rhynern durch den Verkehr zu Schaden kommt, dann bitte sollen sieben Polizisten den Verkehr regeln“, will Saarbeck die Personallage nicht als Ausrede gelten lassen, zu gefährlich sei die Situation besonders im Ortskern von Rhynern, wo an Radfahren schon gar nicht mehr zu denken sei.
Was die Polizei in Angriff genommen hat, sind die Lkw-Kontrollen, wie Jörg Pohl aus dem Straßenverkehrsamt mitteilte. Bekanntlich gilt ein Lkw-Verbot im Ortskern, woran sich seit der Baustelle auf der B 63 aber etliche Brummis nicht halten. Bis zu 100 Euro Strafe warten auf die Lkw-Fahrer, wenn sie sich an dieses Verbot nicht halten.
Viel los auf der „Vöhde“ in Rhynern
Darüber hinaus haben Straßen-NRW und Stadt Hamm die Kreuzung Oberster Kamp/Werler Straße am Autohaus Rhynern „dicht“ gemacht. Die Hauptarbeiten finden derzeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor Edeka statt. Um den starken Lieferverkehr zum Edeka-Lager nicht noch mehr zu beeinträchtigen, ist die Kreuzung durch die Sperrung und den Abbau der Verkehrsinseln etwas entschärft worden.
Allerdings sorgt sie auch dafür, dass an der nächsten Kreuzung (Oberallener Weg und Aral-Tankstelle) der Verkehr zunimmt. Ebenso bekommen die Anwohner der „Vöhde“ in Rhynern dies besonders zu spüren, da der Berufsverkehr in den und aus dem Gewerbepark Ausweichrouten sucht. Die Sperrung wird bis Ende Juni aufrechterhalten.
Grünphase von der Aral-Tankstelle übermäßig lang?
Ein neues Problem ist aufgetaucht durch die Installation von Baustellen-Ampeln auf der B 63. Die Grünphasen sorgen unter anderem dafür, dass der Verkehr von der Autobahn nicht abfließen kann, wie noch jüngst bei einer großen Sportveranstaltung in Rhynern zu beobachten war.
Andererseits beobachten Autofahrer, dass die Grünphase von der Aral-Tankstelle kommend übermäßig lang sei, obwohl dort in der Regel nur wenige Fahrzeuge auf die B63 einbiegen wollen. Diese sollen als „verkehrsabhängige Ampeln geschaltet werden“, wie Nadia Leihs sagt. Das heißt, die Ampeln reagieren, sobald ein Fahrzeug erfasst wird.