Caritas-Kita

Fast zwei Jahre Bau-Verzögerung: Kita „Sara“ soll im Frühjahr öffnen

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Noch einiges zu tun: Im Frühjahr 2023 – Stadt und Caritas hoffen auf April – soll die neue Caritas-Kita „Sara“ an der Kamener Straße endlich an den Start gehen.
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Eigentlich sollte die Kita an der Kamener Straße seit Sommer 2021 fertig sein. 55 Kinder warten seitdem auf ihren Betreuungsplatz - nur 18 sind anderswo untergekommen. Der Rest ist seit fast zwei Jahren ohne Kitaplatz. Das soll bald ein Ende haben.

Daberg – Eine Baufirma, die mitten in der Bauphase Insolvenz beantragen musste, und – wie auf vielen anderen Baustellen auch – gestiegene Baukosten sowie Materialengpässe haben dazu geführt, dass die Fertigstellung der Caritas-Kita „Sara“ auf dem Daberg mehrmals verschoben werden musste. Doch endlich erscheint ein Licht am Ende des Tunnels: Die Stadt, der Caritas-Verband der Stadt Hamm sowie der zuständige Architekt äußerten sich vorsichtig optimistisch, dass der Einzug im Frühjahr erfolgen kann.

Kita „Sara“: Start ursprünglich im Sommer 2021 geplant

Das ist aus Sicht des Trägers längst überfällig. Denn ursprünglich sollte die Kita bereits zum Start des Kindergartenjahrs 2021/22 im Sommer 2021 an den Start gehen. Dann hieß es „Frühjahr 2022“ und zuletzt „November 2022“ – Termine, die aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden konnten. Teilweise lag die Baustelle, für jeden sichtbar, über Wochen still. Mittlerweile wird dort aber wieder mit Hochdruck gearbeitet, der Innenausbau ist aktuell „in vollem Gange“.

Das freut vor allem den Caritasverband, der selbst von einer „schwierigen Situation“ spricht. Denn er baut die Kita nicht selber, sondern ist nur Mieter und hat daher auf den baulichen Verlauf keinen Einfluss. „Für die Inbetriebnahme der Kita ist von unserer Seite bereits seit Monaten alles vorbereitet“, sagt Anne Krause-Kirchhoff, Fachbereichsleitung Erzieherische Hilfen, Kitas beim Caritasverband Hamm. Das Team sei schon vor langer Zeit zusammengestellt worden, die Mitarbeiter stünden in den Startlöchern. Zurzeit seien sie noch in anderen Kitas im Verband tätig.

Dort werden seit einiger Zeit auch 18 der 55 künftigen „Sara“-Kinder betreut. „Sie gehen aktuell in die Caritas-Kitas St. Anna im Hammer Westen und Don Bosco in Pelkum“, so Krause-Kirchhoff. Dort hätten sie auch schon einige Erzieherinnen der neuen Kita kennengelernt.

Lösungen für angehende Schulkinder gesucht

Dennoch: „Die Situation ist für alle belastend“, wie Krause-Kirchhoff gesteht. Viele Familien benötigten aus unterschiedlichen Gründen dringend einen Kita-Platz. „Daher suchen und finden die beiden zukünftigen Leitungen, Karina Linnemann-Wiesendahl und Andrea Lankers-Hampe, bereits seit Herbst 2021 immer wieder kreative Lösungen.“ Sie seien im persönlichen Kontakt mit allen Eltern und hätten für die Berufstätigen Betreuungsmöglichkeiten in anderen Caritas-Kitas eingerichtet. „Es ist unser Auftrag, für die Eltern da zu sein und sie zu unterstützen“, so Linnemann-Wiesendahl. Und ihre Kollegin ergänzt: „Wir haben Sorgen, unseren guten Ruf als Kita-Träger zu gefährden. Denn wir stehen für Zuverlässigkeit und lassen keine Familie am Rand stehen.“

Aus diesem Grund wird momentan auch noch nach Lösungen für einige angehende Schulkinder gesucht, damit sie „zumindest an einigen Wochentagen gefördert werden können“. Aktuell bestehe die Hoffnung, dass die Kita „Sara“ im April an den Start gehen kann.

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