„Urzeit Revier“

Gibt es bald einen Dino-Park in Hamm? RVR schließt Standort nicht aus

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Geschichte zum Anfassen: Yakup Yalcinkaya möchte in Hamm einen Dino-Park eröffnen. Ihm fehlt bisher allerdings das richtige Gelände.
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Yakup Yalcinkaja möchte in Hamm einen Dino-Park eröffnen und hat als Standort die Berghalden im Blick. Der RVR schließt die Idee für die Hammer Halden nicht aus.

Hamm – Yakup Yalcinkaja lebt seinen Traum weiter: Er möchte in Hamm – vorzugsweise auf den Bergehalden „Humbert“ oder „Kissinger Höhe“ im Schatten des CreativReviers – einen Dino-Park eröffnen. Ja, er arbeite weiter daran, sagte er auf Anfrage von wa.de.

Im Oktober 2021 hatte der langjährige Chef-Designer des Dino-Parks Münchehagen in Niedersachsen seine Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Danach war es allerdings still geworden. Untätig sei er aber nicht gewesen, so Yalcinkaja. Er habe unter anderem Gespräche mit der Stadt Hamm und dem RVR als Eigentümer der Halden geführt, zudem habe er sich um Sponsoren bemüht. Den Knoten habe er leider noch nicht durchschlagen können. Er bleibe aber weiter am Ball.

Gibt es bald einen Dino-Park in Hamm? RVR schließt Standort nicht aus

Wie RVR-Sprecherin Barbara Klask auf Anfrage erklärte, seien die Hammer Dino-Pläne dem Regionalverband zwar bekannt, mehr aber auch nicht. Es sei allerdings so, dass auch private Anfragen wie die Errichtung eines Dino-Parks hinsichtlich des Haldennutzungskonzepts berücksichtigt und geprüft werden.

Seit Fertigstellung des Rahmennutzungskonzeptes zu den 20 Halden, die der RVR bis zum Jahr 2035 zusätzlich von der RAG übernehmen wird, hat der Verband „mit Hochdruck“ an der Haldenentwicklung weitergearbeitet. Unter den neuen Halden befinden sich die noch nicht endgestaltete Halde „Sundern“ sowie die Halde „Humbert“, die bereits Anfang 2021 ins Eigentum des Regionalverbands übergegangen war. Schon seit Jahren befindet sich dort die Halde „Kissinger Höhe“, wo es ein ausgebautes Wegenetz für Jogger, Walker und Spaziergänger gibt. Sie dient damit vor allem der Naherholung, und ob dies einem Dino-Park geopfert wird, ist allerdings mehr als fraglich.

Dinolieferung per Lkw – so könnte es demnächst auch in Hamm aussehen.

Traum vom Dino-Park: Humbert-Halde möglicher Standort

Anders sieht das bei der Humbert-Halde aus, für die eine touristische Nutzung laut RVR durchaus denkbar ist. Wie Klask ausführte, werden im Zusammenhang mit dem Rahmennutzungskonzept für die 20 „neuen“ Halden alle 58 Halden-Standorte, die bis dahin im Besitz des RVR sein werden, betrachtet.

Dabei werden mehrere Entwicklungsoptionen konzeptionell bearbeitet. Dazu gehörten vor allem touristische beziehungsweise Freizeit-Angebote, erneuerbare Energien sowie Biotopentwicklungen. „Um hierzu möglichst rasch Erkenntnisse zu gewinnen, werden aktuell Teilkonzepte zu diesen Themen parallel erstellt, um die prinzipielle Eignung der einzelnen Haldenstandorte für diese Nutzungen zu prüfen“, so Klask. Ergebnisse hierzu lägen inzwischen vor und werden derzeit mit den Kommunen diskutiert. „Die Teilkonzepte werden im Anschluss zusammengeführt und untereinander abgeglichen.“ Ziel des Regionalverbands sei es, auf den Halden mehrere Nutzungen möglichst konfliktfrei zu realisieren.

„Urzeit Revier Hamm“: Noch viele Fragen offen

Und das könnte eben auch, wie der RVR sagte, ein Dino-Park sein. Yalcinkaja stellt sich in seinem „Urzeit Revier Hamm“ ein großes Freilichtmuseum mit lebensgroßen Figuren von Dinosauriern, Abenteuerspielplätzen für Kinder, gutem Essen und einem Ausstellungsraum für Künstler vor. Und natürlich soll auch ganz viel Wissen vermittelt werden. Was das Projekt selbst angeht, sind – abgesehen von der Finanzierung und der Standortfrage – noch viele Fragen offen. Dazu gehören auch die Erschließung und die Parkplätze.

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