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Markus Hannekenschließen
Feuerwehreinsatz am Schloss Oberwerries in Hamm: Am Ufer der nahe gelegenen Lippe schlug ein Notruf an, der Alarm landete in der Leitstelle an der Hafenstraße.
Hamm - Die Hammer Feuerwehr wurde am Dienstag zum Schloss Oberwerries an der Dolberger Straße gerufen. Die Alarmierung ging um 11.39 Uhr ein, als Auslöser wurde ein so genannter Druckknopfmelder registriert, der in Sichtweite des Anlegers der Lupia-Lippefähre steht. Das Gerücht kam auf, dass womöglich eine Person in der schnell strömenden Lippe gesehen wurde.
Vor Ort sammelten sich wenige Minuten später Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Hauptwache, der Wache 2, der Freiwilligen Feuerwehr Heessen sowie der Wasserrettung samt Boot. Kurzzeitig galt die Lage als unklar, doch bekamen sie alle zum Glück weniger zu tun als befürchtet: Denn tatsächlich erwies sich der besagte weiß-rote Notruf-Kasten inklusive der Glasscheibe vor dem Alarmknopf als unversehrt und somit als nicht manipuliert.
Während die vierköpfige Tauchergruppe also gar nicht erst ins Wasser musste, suchten einige der Kollegen vorsichtshalber die Umgebung ab, ehe sie endgültig Entwarnung gaben. Nach einer knappen Stunde waren alle Einsatzkräfte wieder abgerückt.
Fehlalarm durch technischen Defekt am Lupia-Anleger
Der Alarm hatte sich also eindeutig als Fehlalam herausgestellt. Am Lupia-Ufer ist das schon sehr ungewöhnlich, zumal bei einem äußerlich völlig intakten Gerät. Doch grundsätzlich sorgen technische Defekte an Brandmeldeanlagen immer wieder für kleinere oder größere Einsätze, wie ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage sagte. Gleich ob die Alarmierung mutwillig oder durch einen Defekt ausgelöst wird, folge stets ein „scharfer Einsatz“. Man wisse ja zunächst nicht, was tatsächlich los sei.
Der aktuelle Fall sei dem Lippeverband gemeldet worden, ergänzte der Sprecher. Dort solle man nun die Ursache für den an der Stelle ungewöhnlichen Defekt erkunden.

