Nach Umzug ins Hölzken

Hammer Halloween-Haus begeistert auch in Krisenzeiten

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Hammer Halloween-Haus begeistert auch in Krisenzeiten
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Toller Auftakt für das „neue“ Halloween-Haus in Hamm. Rund 100 Gäste trotzten am Montag dem plötzlich einsetzenden Starkregen. Ein Gast wurde live zugeschaltet.

Hamm - Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob die Eröffnung des Halloween-Hauses in Hamm an der Martinstraße 70 am Montagabend, 24. Oktober, ins Wasser fallen müsste. Um kurz vor 18 Uhr setzte starker Regen ein, der den einen oder anderen zunächst vom Besuch abhielt. Im Laufe das Abends füllte sich das Gelände dann aber doch noch.

Bis 19 Uhr hatten 100 Gäste, darunter auch etliche Kinder, den Eingang des Halloween-Hauses passiert. Das waren aber weniger als zu Herringer Zeiten. Live aus Kanada zugeschaltet war Hamms früherer Gruselmeister Gerd Willenberg, der seinen „Erben“ viel Glück für das Spektakel wünschte. Dem schloss sich Pelkums Bezirksbürgermeister Axel Püttner an, der sich als einer der ersten ins Labyrinth wagte.

Halloween-Haus in Hamm eröffnet - Neuer Standort Lohauserholz

Das Halloween-Haus an der Martinstraße 70 hat bis 31. Oktober täglich von 18 bis 21 Uhr geöffnet. Es ist der Nachfolger des Halloween-Hauses von Gerd Willenberg. Auch im Hölzken wird für den guten Zweck gesammelt: Für die WA-Aktion „Menschen in Not“ sowie für den Bau einer Behindertentoilette auf dem Hölzkener Vereinsgelände.

Das Halloween-Haus zieht naturgemäß einiges an Strom; darüber wurde im Vorfeld der Eröffnung heiß diskutiert. Ist eine solche Veranstaltung in Zeiten, in denen die Menschen im Land zum Energiesparen aufgefordert werden, gerechtfertigt? In den sozialen Netzwerken waren die Befürworter einer solchen Veranstaltung sind in der Mehrheit.

Halloween in Hamm 2022: Stromverbrauch wird diskutiert

Es gibt aber auch deutlich kritische Stimmen. „Völlig überflüssig. Herbstleuchten im Maxi-Park reicht an Energieverbrauch“, meint eine Leserin. Und ein anderer erklärt auf der WA-Facebookseite: „Tut mir leid, aber zu so einer Krisenzeit sollte man auf so was verzichten. Völlig unverständlich, dass so was genehmigt wird.“ Dem entgegnet ein anderer: „Was für eine Krisenzeit? Sollen die Menschen sich im Haus verstecken wie Schnecken? Richtig so eine Mega-Aktion. Danke an die Veranstalter.“

Gruselfaktor ist garantiert im Halloween-Haus in Hamm.

Dem schließen sich weitere User an. Sie sei froh für jedes bisschen „bunt“ für die Kinder, schreibt eine Leserin. Eine andere erklärt dazu: „Genau. Und deswegen kommt auch meine komplette Weihnachtsbeleuchtung dran.“ Einem weiteren Leser missfällt die Negativ-Stimmung: „Immer nur meckern, was anderes kennen die Menschen leider nicht mehr. Geile Idee, die Tradition weiterzuführen. Mir sind diese ganzen dämlichen Kommentare ob des Strompreises absolut unerklärlich. Spaß kostet nunmal Geld. Und das ist in diesem Fall gut angelegt. Man lebt nur einmal und das relativ kurz. Also Vollgas!“

Halloween in Hamm: Untote und Hexen auch im Osten

Geister, Untote, Kürbisfratzen, Hexen & Co. sorgen bei Schoppmanns in Braam-Ostwennemar fürs Gruseln und zwar für die ganze Familie. Seit Jahrzehnten verwandelt sich der kleine Garten und Vorgarten in der Zechensiedlung zu Halloween vor allem für Kinder in ein angenehmes Reich der Angst und des Schreckens. Was Brigitte Schoppmann am Haus Kirchweg 34 zunächst für ihre eigenen Kinder machte, setzt sie die längste Zeit schon für den Nachwuchs der Nachbarschaft und darüber hinaus fort.

Mancher Besucher kommt auch, um sich einfach im Vorbeifahren zu gruseln. Solange Vorrat reicht, bringt die Aufforderung „Süßes oder Saures“ am Montag, 31. Oktober, von etwa 17 Uhr bis in die frühe Nacht hinein Erfolg. Wer möchte, kann eine Spende fürs Hospiz am Roten Läppchen geben.

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