- VonJörn Funkeschließen
Der Maximilianpark soll größer werden. Für die Internationale Gartenbauausstellung 2027 (IGA) nimmt die Stadt eine Erweiterung in Richtung Osten in Angriff.
Hamm – Dort sollen zwei Hektar neue Parkfläche mit dem Schwerpunkt Garten und Gärtnern entstehen. Darüber hinaus sollen hier auch ein neuer Parkplatz und ein zusätzlicher Eingang für den Maxipark entstehen. Für die Planung will die Stadt Hamm rund eine Million Euro bereitstellen, in den neuen Parkteil sollen gut 10 Millionen Euro investiert werden.
Oberbürgermeister Marc Herter will die Teilnahme Hamms an der IGA mit einer Erweiterung und Erneuerung des Maximilianparks verbinden. Um 2027 mitmachen zu können, müsse man jetzt mit der Planung beginnen, machte der OB bei der Vorstellung des Vorhabens am Freitag deutlich. Und diese Planungsleistungen sollen jetzt ausgeschrieben werden.
Mehr Platz für den Maxipark: Stadt Hamm investiert mehrere Millionen Euro in Anbau
Der Maxipark soll dabei nach Osten erweitert werden. Vom bestehenden Parkgelände soll künftig auf Höhe der Werkstatthalle ein Weg am Firmengelände des Fensterbauers Schröder & Sohn vorbei zum neuen Parkteil führen. Der neue Parkteil soll sich dann längs des Firmengeländes nach Süden erstrecken, aber nicht bis zur Langen Reihe reichen.
Hier soll etwas entstehen, was bei den Planern „Gartenkompetenzzentrum“ heißt, grundsätzlich aber noch einen schöneren Namen bekommen soll. Es geht um die Darstellung von Gärten in ihrer gesamten Vielfalt. Kinder sollten hier genauso angesprochen werden wie Selbstversorger, sagte Maxipark-Geschäftsführer Jörg Rogalla. Geplant sind demach auch Gebäude und Überdachungen, damit Mitmach-Aktionen auch bei schlechtem Wetter stattfinden können. Eine große Rolle werde das Thema Klimaanpassung im Garten spielen.
Maxipark-Anbau: Mehr Platz für Autos, Fahrräder und Gärten
An den neuen Parkteil sollen sich östlich neue Parkplätze anschließen. Der Rat hatte bereits die Weichen für eine Parkplatzzufahrt von der Braamer Straße aus gestellt. Auf einer gut 5 Hektar großen Ackerfläche zwischen Altem Grenzweg und Braamer Straße soll nun ein Areal für Stellplätze gefunden werden. Es gehe dabei keinesfalls um die gesamte Fläche, betonte Herter. Mit den Anliegern wolle man in nächster Zeit ins Gespräch kommen, sagte Stadtbaurat Andreas Mentz.
Die neuen Stellplätze sind nach Mentz‘ Darstellung notwendig, weil die Maxiparkbesucher auch in Zukunft in großer Zahl mit dem Auto anreisen werden. Im Blick hat er dabei vor allem Familien, die aus der gesamten Region mit vollgepackten Kombis und Bollerwagen vorfahren.
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Die neuen Stellplätze sollen das bisherige Parkplatzangebot ergänzen und wegfallende Stellplätze ersetzen. Bei Großveranstaltungen herrscht rund um den Maxipark bereits jetzt Parkplatznot. Zudem fällt der Parkplatz am Haupteingang künftig weg, weil dort ein Fahrrad-Terminal gebaut werden soll. Die Stadt will Parkbesucher damit animieren, öfter mit dem Rad anzureisen. Auch die Busverbindungen wolle man verbessern, sagte Mentz. Trotzdem werde das Auto hier für viele eben das bevorzugte Verkehrsmittel bleiben.
Maxipark-Erweiterung: Stadt Hamm investiert mehr als 11 Millionen Euro
Die Planungen für die Parkerweiterung werden die Stadt rund eine Million Euro kosten. Für die eigentlichen Bauarbeiten rechnet Herter mit gut 10 Millionen Euro – ohne die Parkplätze. Auf nennenswerte Landesunterstützung könne man nicht zählen, sagte der Oberbürgermeister. Der Hammer IGA-Beitrag zählt aus Landessicht nur zur zweiten Kategorie, Geld gebe es da nicht. Mit der Investition gehe man damit jetzt zwar ins Risiko, sei sich aber sicher, dass es sich lohne.
Die Maxipark-Aufsichtsratsvorsitzende Monika Simshäuser erinnerte daran, dass auch die Ausrichtung der Landesgartenschau 1984 und der Umbau der Kohlenwäsche zum Glaselefanten nicht ohne Risiko gewesen seien. Damals sei man mutig gewesen, und das solle man jetzt auch sein.
Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 28. März im Kurhaus.
Die IGA 2027
Die Internationale Gartenbauausstellung 2027 findet im Ruhrgebiet statt. Hauptstandorte sind Zukunftsgärten in Bergkamen, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen sowie eine Emscherpromenade von Castrop bis Herten. Dazu kommen 39 Projekte unter dem Motto „Unsere Gärten“. Hierzu zählt auch der Maximilianpark als Hammer Beitrag. Als Mein Garten können sich alle Bürger der IGA anschließen.
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