Ursache ungeklärt

Wasserschaden in Sophie-Scholl-Schule: Ursache noch nicht gefunden

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Der Schaden wurde im 2019 eingeweihten Anbau entdeckt. Das Erdgeschoss mit drei Unterrichtsräumen ist gesperrt.
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Anfang 2024 gab es einen Wasserschaden in der Scholl-Schule in Hamm. Die Ursache dafür ist bisher ungeklärt und die Sanierung könnte Monate dauern.

Bockum-Hövel – Wegen eines Wasserschadens muss die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Hamm voraussichtlich noch mehrere Monate auf Unterrichts- und Büroräume verzichten. Aktuell steht noch nicht einmal die genaue Ursache für das Malheur fest.

„Weiter geprüft“: Bisher keine Wasserquelle in Scholl-Schule gefunden

Aufgefallen war der Schaden Ende des vergangenen Jahres im erst 2019 eingeweihten Anbau. Feuchtigkeit wurde im Estrich sowie im Putz entdeckt, der mit einer Tapete versehen ist. „Ein Leitungsschaden kann ausgeschlossen werden“, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Es werde „weiter geprüft“.

Damit ist mittlerweile ein Sachverständiger beauftragt worden. Er war in der vergangenen Woche zur Begutachtung der Schäden und Suche nach den Ursachen vor Ort. Das Ergebnis steht dem Vernehmen nach noch aus.

Vielleicht ein halbes Jahr: Scholl-Schule muss auf Klassenzimmer verzichten

Ganz gewiss aber ist mit einem längeren Zeitraum der Schadensbeseitigung zu rechnen. Von „zirka vier bis sechs Monaten“ geht die Stadtverwaltung aus. Mit den Sanierungsarbeiten könne jedoch erst nach Feststellung der genauen Ursache begonnen werden, betont die Behörde. Noch seien verschiedene Erklärungen möglich.

Vom Wasserschaden betroffen ist die untere Etage des Neubaus. Er wurde Mitte Dezember aus dem Betrieb genommen. Damit fallen vorläufig drei Unterrichtsräume weg, ein Differenzierungsraum, darüber hinaus ein Büro für die Abteilungsleitung der Oberstufe und Abstellflächen. Im Anbautrakt riecht’s derweil nach Schimmel. Die Stadt bestätigt den Schimmelbefall, dieser sei im sichtbaren Bereich sofort beseitigt worden, wie es heißt, wobei das Ergebnis von Folgeuntersuchungen allerdings noch ausstehe.

Schimmel unter den Fußleisten deutete auf Wasserquelle im Anbau hin

Der Schimmel hatte sich unterhalb der Fußleisten gebildet. Zu den Maßnahmen, die bislang durchgeführt wurden, zählen Druckprüfungen, Feuchtemessungen und der Rückbau der Waschtische und Vorwandschalen in den Klassenräumen, da auf der Bodenabdichtung Wasser festgestellt wurde. Eine Leckageortung mittels Kontrastmittel sei „leider ohne Befund“ verlaufen, heißt es. Während die Erdgeschoss-Räume gesperrt wurden, steht der Schule das Obergeschoss weiterhin für den Unterricht zur Verfügung. „Nach der sich bietenden Situation“ bleibe das auch so, lässt die Stadt wissen.

Wie teuer die Sanierung wird, kann die Stadt noch nicht sagen. Das sei vom Sanierungsumfang abhängig, heißt es. Ebenfalls noch ungeklärt ist demnach die Frage, wer überhaupt für den Schaden aufkommen muss. Bei Neubauten gilt in Deutschland eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von fünf Jahren nach der Abnahme. Darüber hinaus dürfte die Stadt gegen Gebäudeschäden versichert sein.

Wasserschaden in Sophie-Scholl-Schule: Schüler rücken enger zusammen

Der Anbau der Sophie-Scholl-Schule, dessen Bau im Sommer 2017 beschlossen wurde, hat rund 2,3 Millionen Euro gekostet. Dafür wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung abgerissen und eine Abstellanlage für Räder verlegt.

Für die rund 1200 Gesamtschüler und ihre 120 Lehrkräfte heißt es nun, dass sie trotz begrenzten Raumangebots (rund 50 Unterrichts- und 30 Fachräume) näher zusammenrücken müssen. Schulleiterin Bärbel Gröpper-Berger ist optimistisch, „dass das gelingen wird, und dass die Stadt alles daransetzt, die Sanierung so schnell wie möglich abzuschließen“. Auch bei anderen Maßnahmen habe man sich auf den Schulträger verlassen können.

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