- VonFrank Lahmeschließen
In dieser Woche wird es in Hamm nochmal sommerlich warm mit Temperaturen bis an die 30 Grad. Und das pünktlich zum Freibad-Endspurt. Die bisherigen Besucherzahlen sind allerdings mau.
Hamm – Es war eine Freibad-Saison zum Vergessen – daran wird auch das nun schöne Wetter nichts mehr ändern. Die Saison endet in Hamm nämlich schon am kommenden Sonntag. Wie die Stadtwerke am zuletzt mitteilten, sind in diesem Sommer bislang knapp 106.000 Besucher in die beiden Hammer Freiluftbäder gekommen (60 .720 in Berge, 45 .237 in Pelkum). Das sind gut 35.000 Besucher weniger als im Vorjahr und gar 80.000 weniger als 2018.
Freibäder Hamm: Schwacher Juli, miserabler August
Schuld ist der schon schwache Juli, aber insbesondere der miserable August, in dem tatsächlich mehr Besucher in den Hallenbädern (17.618) als in den Freibädern (17.368) gezählt wurden. „Wir haben seit Jahren eine rückläufige Tendenz“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Helm außerdem.
Anlass für eine grundsätzliche Debatte um die Freibad-Landschaft in der Stadt sei aber nicht gegeben. „Ein Freibad ist ganz klar wettergebunden. Wenn das Wetter nicht stimmt, dann nützen auch die tollsten Attraktionen und die neuesten Rutschen nichts“, so Helm.
Im Juni kamen mit rund 52.000 die Hälfte aller Besucher dieser Saison in die beiden Bäder. Im Juni gab es 19 Badetage mit Temperaturen jenseits von 25 Grad, im Juli und August waren es jeweils nur elf solcher Tage.
Viele Familien haben eigenen Pool im Garten
Grund für den Besucherschwund kann auch aus Stadtwerke-Sicht sein, dass immer mehr Hammer Haushalte mit Kindern ein Schwimmbecken im eigenen Garten aufstellen. Statt ins Freibad zu gehen, vergnügen sich die Kinder heutzutage mit ihren Freunden eben dort.
Ferner hat sich das Besucherklientel in den Freibädern geändert – auch das mag Familien vom Besuch abschrecken. „Aber wir haben zumindest keine gravierenden Probleme – wie es in anderen Großstädten der Fall ist – mit unseren Besuchern“, sagt Helm.
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