Durchfahrverbot auf der Südstraße

Teure Abkürzung: So viel kostet die Fahrt über die Meile

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Verboten: Immer wieder fahren Pkw dennoch in die Südstraße ein.
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Seit knapp 1,5 Jahren dürfen Autos und Motorräder nicht mehr über die Südstraße fahren. Wer‘s trotzdem macht, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Hamm – Seit September 2021 ist die „Meile“ auf Bestreben der Ampelkoalition ab Ostenwall bis zum Marktplatz für den motorisierten Verkehr gesperrt (Ausnahme Lieferverkehr und Kreuzung Königstraße). Im März 2022 wurde die Regelung nach einer halbjährigen Testphase von der Koalition schließlich endgültig für gut befunden. Aber halten sich tatsächlich alle Verkehrsteilnehmer an diese Regelung?

Teure Abkürzung: Zwei Minuten gespart - 50 Euro Verwarngeld gezahlt

Kam es zu Unfällen? Nein und ja. Im vergangenen halben Jahr, zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember 2022 stellte die Polizei bei Kontrollen insgesamt 64 Ordnungswidrigkeiten fest. In 27 Fällen davon habe es sich um Verstöße von Pkw oder Krafträdern gegen das Verbot der Durchfahrt gehandelt, sagte Polizeisprecher Daniel Siegesmund auf Anfrage unserer Zeitung. Wer einen anderen Weg gewählt hätte, hätte sich die 50 Euro Verwarngeld sparen können, die für diesen Verstoß erhoben werden.

Unfälle ereigneten sich glücklicherweise nur weniger: Zwischen dem 1. Juni und 31. Dezember weist die Polizeistatistik einen Alleinunfall mit einem Lieferwagen an der Einmündung Südstraße/Ostenwall aus. Einen Alleinunfall mit einem Pkw gab es im selben Zeitraum auch an der Kreuzung Südstraße/Königstraße.

Hier ereignete sich zudem ein Unfall mit einem Pkw und einem Fahrrad, bei dem der Radfahrer als Verursacher geführt ist. Im Zwischenstück auf der Meile selbst kam es zu keinen Unfällen.

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