- VonUlrich Willeschließen
Die Agentur für Arbeit in Hamm meldet erfreuliche Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ist im Februar um einen Prozent gesunken.
Hamm - Unerwartet früh sank die Arbeitslosigkeit in Hamm bereits im Februar, meldet jetzt die Agentur für Arbeit. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 82 oder 1 Prozent auf nun 8.404. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 8,8 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 8,4 Prozent. „Die aktuelle Entwicklung ist besser als erwartet und kann im langjährigen Vergleich durchaus als gut eingestuft werden. Meistens stieg die Arbeitslosigkeit von Januar auf Februar nochmals leicht. So ist die Entwicklung in Hamm auch nach wie vor besser als in NRW. Die Kräftenachfrage hat nach zwei relativ guten Monaten allerdings etwas nachgelassen“, so Agenturchef Thomas Helm.
Arbeitsmarktentwicklung in Hamm: Weniger Arbeitslose in Hamm
„Im Fokus steht weiterhin die Initiative ´Job-Turbo´. Ich appelliere an die heimischen Betriebe, diese zu nutzen und bei der Lösung von Fachkräfteengpässen auch daran zu denken, dass wir qualifizierte geflüchtete Menschen sehr schnell vermitteln können“. Grundsätzlich bleibt Helm für die Gesamtentwicklung optimistisch: „Ich rechne für März mit einer beginnenden Frühjahrsbelebung und daher mit einer weiteren Besserung der Arbeitsmarktlage.“
Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung entwickelten sich unterschiedlich: 2.249 Arbeitslose waren bei der Arbeitsagentur gemeldet, 38 oder 1,7 Prozent mehr als im Vormonat, während 6.155 durch das Kommunale Jobcenter betreut wurden (120 oder 1,9 Prozent weniger). Bei der Arbeitsagentur waren 345 oder 18,1 Prozent mehr Erwerbslose als Ende Februar 2023 gemeldet, beim Jobcenter 142 oder 2,4 Prozent.
In Hamm gibt es weniger Kurzarbeit
Im Februar wurden im Agenturbezirk nur fünf neue Kurzarbeitsanzeigen für 59 betroffene Arbeitskräfte eingereicht. Das entspricht bei der Zahl der Anzeigen nur einem Bruchteil der Daten aus den pandemiegeprägten Vorjahren.
Die Kräftenachfrage hat nach zwei unerwartet guten Monaten nachgelassen. Von Unternehmen in Hamm wurden 331 Stellen gemeldet, 55 oder 14,2 Prozent weniger als im Vormonat, gleichzeitig auch 61 oder 15,6 Prozent weniger als vor zwölf Monaten. Den größten Bedarf hatten aktuell die Arbeitnehmerüberlassung (100 Stellen, nach 213 im Vormonat), es folgten das Gesundheits- und Sozialwesen (59), der Handel (50) und freiberufliche Arbeitgeber (48). Die Logistik meldete 16 Vakanzen, der Bereich Erziehung und Unterricht zwölf, das verarbeitende Gewerbe zehn, das Baugewerbe acht und die öffentliche Verwaltung nur sieben Stellenangebote.
Im Handwerk erfolgen Einstellungen oft mit finanzieller Förderung, dafür bekommen aber auch Bewerber aus der zweiten Reihe eine Chance. Ärzte und Zahnärzte melden nach wie vor viele Stellen. Sie sind teilweise bereit, Quereinsteiger, zum Beispiel aus dem kaufmännischen Bereich, einzustellen. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen nahm um 28 oder 1,4 Prozent auf 1.948 ab.
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