Hallohparkfest in Bockum-Hövel

Hammer Dynamik beim Hallohparkfest: Achim Petry sorgt für Fan-Nähe und Fox-Fieber

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Höhepunkt in der Dunkelheit: Die Lasershow bildete den Abschluss eines langen Tages in Bockum-Hövel.
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Egal wer auf der Bühne stand - Bockum-Hövel hat nach der Coronapause wieder sein großes Hallohpark- und Stadtbezirksfest gefeiert. Schon am Nachmittag ließen sich die Besucher gut unterhalten, abends wurde es dann voll.

Hamm – Pop, Ballermann und Schlager: Auf dem 17. Hallophparkfest in Bockum-Hövel war am Samstag für alle der knapp 4000 Menschen sechs Stunden lang musikalisch etwas dabei. Nach dem Stadtbezirksfest am Nachmittag, brachte die Hammer Band „HighGain“ die zunächst überschaubare Besucherschar in Feierlaune. Bei Bier und Bratwurst sangen sie zu Liedern wie „Shivers“ von Ed Sheeran.

Als sich gegen 21 Uhr die große Wiese im Hallohpark füllte, breitete sich Backstage der nächste Künstler schon auf seinen Auftritt vor. Mit Fanfotos und vielen Gesprächen stimmte sich Achim Petry auf die Hammer Dynamik ein. „Ich habe absolut kein Problem damit, dass ich den Titel ‚Sohn von Wolle Petry‘ habe. Wenn ich das blöd fände, hätte ich den Namen gar nicht angenommen. Ich führe die Musik von meinem Vater ja weiter“, sagte Achim Petry. „Der größte Unterschied zu ihm ist eigentlich nur, dass ich jünger bin.“ Ebenfalls ein Unterschied ist, dass er nicht die vielen Freundschaftsbänder am Handgelenk trägt wie sein Vater.

Layla auch in Bockum-Hövel der Eisbrecher

Bevor es für Petry auf die Bühne ging, machte Hallohparkfest-Moderator Ralf Podchull mit Musik noch einen Stimmungstest. Ein vom Publikum sehr gefeiertes Lied war der neue Ballermannhit „Layla“ von DJ Robin und Schürze – neben den „HighGain“ der Eisbrecher für den Abend.

Dann kam der Auftritt von Petry. Wie auch im Backstagebereich zeigte der Sänger Fan-Nähe, ging bei einem Lied vor die Bühne und umarmte seine Bewunderer über die Absperrung hinweg. „Sein Vater ist eine Legende! Ich habe Wolle schon gehört, als ich noch ein kleiner Stöpsel war“, freute sich Aylin Klopp. Sie kommt gebürtig aus Hamm, wohnt allerdings jetzt in Unna. Gemeinsam mit ihrer Schwester Nadine Hirschfeld ist sie für das Hallohparkfest wieder gekommen. „Es ist so schön, wieder rauszukommen. Wir sind jedes Jahr hier“, sagt Hirschfeld.

Wie der Vater, eben nur jünger: Achim Petry traf den Nerv der vielen Gäste beim Hallohparkfest.

Künstler zeigen Nahbarkeit

Mit großer Feierlaune jubelte das Publikum auch der nächsten Künstlerin entgegen: Schlager-Neuheit Sonia Liebing. Die gebürtige Kölnerin war zuvor noch nie in Hamm. „Ich freue mich sehr auf das Publikum“, sagte sie vor ihrem Auftritt. Mit ihren Hits heizte sie der mittlerweile kalten Abendluft - und den Leuten - noch einmal richtig ein. Wer bei Petry nicht schon im Disco-Fox Fieber war, der tanzte spätestens jetzt mit seinem Partner und Freunden.

Bei einem Cover von Andrea Berg lernte Liebing ihre Hammer Fans näher kennen. Wie Petry ging sie vor die Bühne an die Absperrung und mache Fotos – die Künstler kehrten nach den Pandemie-bedingten Ausfällen des stadtweit bekannten Festes zur Nahbarkeit zurück.

Mit großem Applaus und in einer Nebelwolke ging Liebig um kurz vor Mitternacht von der Bühne. „Es wird nebelig, denn jetzt gibt es noch die Lasershow“, moderierte Podchull an und das Licht ging aus. Zum Lied „Blinding Lights“ von The Weekend blitzten die Strahlen über die Köpfe der Menschen hinweg. Mit Partymusik und dem bunten Laserspiel feierte das Publikum den Abschluss.

Menschen-Kicker, Hüpfburg und Ballonblumen am Nachmittag

Am Nachmittag hatte das Stadtbezirksfest die Menschen in den Hallopark gelockt. 17 Ständen boten einiges für die zahlreichen Besucher. Gerade die beiden Ballonmodellierer kamen bei den Kindern sehr gut an. „Ich mache das jeden Samstag, also bin ich die Knoterei gewöhnt, aber es freut mich sehr, dass so viele hier sind“, sagte Ballonkünstler Benedikt Brahm und knotete eine weitere Blume zusammen.

Rund um den Teich tummelten sich die Familien mit ihren Kindern auf der Hüpfburg der Ortsgruppe der IG BCE, beim Schwimmnudelkampf vom Turn- und Wassersport Verein (TuWa) oder beim Menschen-Kicker. Auch an den Ständen des Pflegediensts Ludgeri und der DLRG hatten sowohl Eltern als auch Kinder Spaß an Bastel- und Glücksrad-Aktionen.

Ein Herz für Bockum-Hövel: Über die kleinen Ballon-Kunstwerke von Benedikt Brahm freuten sich die Besucher auf dem Stadtbezirksfest.

Egal wer auf der Bühne steht

Auf der Bühne führte Annka Westbrock mit einem Tanzprojekt der Gebrüder-Grimm-Schule eine Choreografie auf. Danach animierte sie auch die vielen Kinder vor der Bühne, mitzutanzen. Und das taten dann nicht nur die Kleinen, sondern auch die Eltern. „Ich bin so begeistert, dass so viele mitgemacht haben. Vor Corona hatte mein Programmpunkt 90 Minuten. Nun habe ich nur 30 Minuten eingeplant, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Aber es hat sich gelohnt“, sagte sie nach ihrem Auftritt. „Ich glaube, Bockum-Hövel ist es gerade egal, wer genau hier auf der Bühne steht. Die Leute wollen einfach feiern.“

Damit hatte Westbrock recht. Sobald Musik lief, wippte das Publikum mit. So auch bei dem Auftritt der gemischten Garde des KC Rote Funken. „Das Stadtbezirksfest ist das Größte, was es gibt. Gerade weil auch uns als Karnevalsverein durch Corona so viele Veranstaltungen weggefallen sind, ist es für die Tänzer so schön, hier tanzen zu können“, sagte der 1. Vorsitzende Klaus Holtschmidt.

Erstes Hallohparkfest für den Bezirksbürgermeister

Neben der Bühne schaute auch Bezirksbürgermeister Klaus Jendreiek zu. Er ist seit Juni im Amt und es war sein erstes Stadtbezirksfest in Bockum-Hövel. „Irgendwie kamen vorher immer Termine dazwischen. Aber ich finde es sehr schön. Ich habe hier schon ein paar Runden gedreht, und es sind so viele Kinder hier. Die Menschen wollen wieder auf Veranstaltungen gehen, und hier geht man gerne hin“, sagte er begeistert.

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