3000 Menschen betroffen

Fliegerbombe in Köln entschärft – Person im Evakuierungsbereich sorgte für Verzögerung

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    Mick Oberbusch
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An der Bonner Straße in Köln-Bayenthal ist am Dienstag (1. August) eine Weltkriegsbombe entdeckt werden. 3000 Menschen waren betroffen. Die Entschärfung war erfolgreich.

  • Die Bombenentschärfung in Bayenthal war erfolgreich.
  • Im Bereich der Bonner Straße 211 in Köln-Bayenthal wurde am Dienstag bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe gefunden.
  • Rund 3000 Menschen mussten für die Evakuierung ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

Update vom 1. August, 21:15 Uhr: Es gibt Entwarnung in Köln-Bayenthal. Die Fünf-Zentner-Fliegerbombe wurde erfolgreich entschärft, berichtet die Stadt Köln am Abend. Demnach hatte sich der Vorgang verzögert, weil während der Entschärfung eine Person im Evakuierungsbereich entdeckt wurde, die ihre Wohnung nicht verlassen hatte. Daher musste die Bombenentschärfung unterbrochen werden, bis besagte Person aus dem Gefahrenbereich geschaffen wurde. Gegen die Person wird Anzeige erstattet.

Alle Sperrungen werden wieder aufgehoben. Anwohner können in ihre Wohnungen und Häuser zurück.

Warten auf Entschärfung in Köln-Bayenthal

Update vom 1. August, 20:34 Uhr: Es gibt weiterhin keine Entwarnung aus Bayenthal. Die Bombenentschärfung scheint aktuell noch zu laufen.

Update vom 1. August, 20:14 Uhr: Die Fliegerbombe in Bayenthal wird aktuell entschärft. Inzwischen wurde die Freigabe erteilt und auch der Luftraum ist gesperrt, wie die Stadt mitteilt.

Update vom 1. August, 20:06 Uhr: Jetzt ging es doch schneller, als ursprünglich gedacht. Inzwischen wurde die Freigabe zur Entschärfung der Fliegerbombe in Bayenthal erteilt, wie eine Stadtsprecherin gegenüber 24RHEIN bestätigt.

Update vom 1. August, 19:16 Uhr: Inzwischen ist auch der zweite Container an der Bonner Straße in Bayenthal eingetroffen, wie Radio Köln berichtet. Jetzt muss aber auch erst mal der befüllt werden. Das könne laut vorherigen Angaben einer Stadtsprecherin bis zu zwei Stunden dauern. Mit der Bombenentschärfung ist also wohl erst gegen etwa 21 Uhr zu rechnen.

Container-Befüllung verzögert Bombenentschärfung in Bayenthal

Update vom 1. August, 18:39 Uhr: In Köln-Bayenthal ist inzwischen auch der zweite Klingeldurchgang beendet. Doch abgeschlossen sind die Vorbereitungen für die Bombenentschärfung damit noch nicht. Das Problem: Die beiden Container, die zum Schutz der angrenzenden Gebäude am Fundort der Bombe aufgestellt werden sollen, müssen noch mit Sand befüllt werden.

„Der erste Container ist mittlerweile am Zielort angekommen und wird befüllt. Der zweite Container ist noch unterwegs zur Bonner Straße“, erklärt eine Stadtsprecherin. Der zweite Container wird mit Sonderrechten transportiert, um schneller anzukommen. Aber dann muss auch er zunächst mit rund 36 Kubikmetern Sand befüllt werden, „was ungefähr weitere zwei Stunden dauern wird“, so die Stadtsprecherin. Die Entschärfung wird damit erst im Laufe des Abends beginnen können. Von der Evakuierung Betroffene brauchen somit noch viel Geduld.

Erster Klingeldurchgang in Bayenthal beendet

Update vom 1. August, 17:03 Uhr: Der erste Klingeldurchgang ist beendet, der zweite hat vor wenigen Minuten begonnen, teilt eine Sprecherin der Stadt mit. Bislang läuft die Evakuierung also nach Plan. Gute Nachrichten gibt es auch von der Containersuche. Die Stadt hat die fehlenden Container organisieren können. „Sie sind auf dem Weg nach Bayenthal, um dort, mit Wasser bzw. Sand gefüllt, den Gebäuden in der nahen Umgebung des Blindgängers Schutz zu bieten“, so eine Sprecherin. In der Anlaufstelle an der Grundschule Cäsarstraße 21 befinden sich bislang 30 Personen.

Mehrere Krankentransporte wegen Evakuierung in Bayenthal angefordert

Update vom 1. August, 16:13 Uhr: Bei den meisten Bombenentschärfungen finden auch Krankentransporte von Personen statt, die ihre Wohnungen nicht selbständig verlassen können, weil sie krank oder gehbehindert sind. Sie werden dann von Hilfsdiensten unterstützt. Bei der heutigen Entschärfung in Bayenthal wurden bislang neun Krankentransporte angemeldet.

Noch eine wichtige Info für alle von der Evakuierung Betroffenen, die die Anlaufstelle der Stadt in der Grundschule Cäsarstraße 21 aufsuchen wollen: Tiere sind dort nicht erlaubt. Ansonsten werden alle Personen in der Anlaufstelle von den Maltesern mit Essen und Getränken versorgt.

Stadt sucht Container, um Gebäude bei der Entschärfung zu schützen

Update vom 1. August, 16:08 Uhr: Bei der Vorbereitung zur Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal stellt aktuell die Suche nach zwei Containern die Stadt vor eine Herausforderung. „Sie müssen, mit Sand oder Wasser gefüllt, eine Wand zwischen Fundort und umliegenden Gebäuden bilden, damit diese während der Entschärfung bestmöglich geschützt werden“, teilt die Stadt mit. Um kurz nach 16 Uhr lief die Suche nach entsprechenden Containern noch.

Derweil bittet das Ordnungsamt alle Verkehrsteilnehmer, den Gefahrenbereich weiträumig zu umfahren. Auf dem Gürtel im Bereich der Kreuzung zur Bonner Straße und auf der Schönhauser Straße gibt es aktuell bereits längere Staus.

Erster Klingeldurchgang in Bayenthal läuft

Update vom 1. August, 15:56 Uhr: Inzwischen läuft der erste Klingeldurchgang in Köln-Bayenthal. Die Evakuierung ist damit in vollem Gange. Hier nochmal der Appell der Stadt: „Alle Anwohnenden werden gebeten, ihre Häuser, Wohnungen, Büros, Geschäfte oder Praxen zu verlassen.“

Evakuierung in Köln-Bayenthal beginnt in Kürze

Update vom 1. August, 15:07 Uhr: Die Evakuierung vor der Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal soll in Kürze beginnen. Das teilte die Stadt Köln mit. Damit wird der erste Klingeldurchgang bald starten. Sobald dieser Klingeldurchgang abgeschlossen ist, folgt noch ein zweiter. Die Entschärfung des Blindgängers ist erst möglich, wenn alle Menschen den Gefahrenbereich verlassen haben und alle Zufahrten gesperrt sind.

Bombenfund in Köln: Bombenentschärfung in Bayenthal noch heute

Aktualisierte Erstmeldung: Köln – Bombenfund in Köln-Bayenthal: Wie die Stadt mitteilt, wurde am heutigen Dienstag, 1. August, bei Bauarbeiten auf einem Parkplatz an der Bonner Straße 211 ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. „Es handelt sich um eine britische 250-Kilo-Bombe mit einem Heckaufschlagzünder. Die Fliegerbombe muss noch heute entschärft werden“, erklärt die Stadt. Auch die Warn-App NINA hat inzwischen ausgelöst.

Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal betrifft rund 3000 Menschen

Auch eine Evakuierung ist nötig. Rund 3000 Menschen sind davon betroffen und müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Wann genau die Bombenentschärfung durchgeführt werden kann, steht noch nicht fest. Sobald ausreichend Kräfte des Ordnungsamtes in Bayenthal eingetroffen sind, soll mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen werden.

Betreuungsstelle für Evakuierung

Die Stadt Köln richtet eine Anlaufstelle für Betroffene der Evakuierung ein. Diese wird sich in der Maria-Sibylla-Merian-Schule (Cäsarstraße 21 in 50968 Köln) befinden.

In Höhe der Bonner Straße 211 in Köln-Bayenthal wurde eine Fliegerbombe gefunden (IDZRNRW-Montage).

Mehrere Straßen werden gesperrt – Teile des Kölner Großmarktes im Gefahrenbereich

Der Gefahrenbereich wurde durch den Kampfmittelräumdienst mit einem Radius von etwa 300 Metern festgelegt. Darin befinden sich Teile mehrerer wichtiger Zufahrtsstraßen in Köln-Bayenthal. Neben der Bonner Straße sind somit auch Abschnitte der Brühler Straße, der Marktstraße und der Schönhauser Straße betroffen. Auch der östliche Rand des Großmarktes liegt im Sperrbereich.

Dazu kommen auch noch mehrere Geschäfte in dem Bereich, unter anderem eine Rewe-Filiale und ein dm Drogeriemarkt an der Kreuzung Bonner Straße/Schönhauser Straße.

Der Evakuierungsbereich zum Bombenfund in Köln-Bayenthal.

Sperrung der Bonner Straße könnte für Verkehrschaos sorgen

Die Bonner Straße ist seit Monaten ohnehin ein Nadelöhr. Die Bauarbeiten der dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn sind in vollem Gange. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Bonner Straße gibt es zahlreiche Umleitungen, Spuren sind gesperrt. Der Verkehr staut sich dort regelmäßig.

Die zusätzlichen Sperrungen durch den Bombenfund heute könnten zeitweise für ein Verkehrschaos in dem Bereich sorgen. Am frühen Dienstagnachmittag gibt es laut Verkehr.nrw bereits Staus auf der Bonner Straße zwischen Bayenthalgürtel und Bonner Wall.

Folgende große Kreuzungen werden bereits jetzt von der Polizei gesperrt, damit niemand mehr in den Evakuierungsbereich fährt:

  • Koblenzer Straße/Bonner Straße
  • Bonner Straße/Raderberg- bzw. Bayenthalgürtel
  • Koblenzer Straße/Schönhauser Straße
  • Brühler Straße/Raderberg- bzw. Radertalgürtel
  • Raderberger Straße/Marktstraße

Drei Buslinien der KVB von Bombenentschärfung betroffen

Auch der ÖPNV muss eingeschränkt werden. Nach Angaben der Stadt Köln werden die Buslinien 106, 132 und 133 der KVB werden im Laufe des Nachmittags ihren Betrieb auf der Bonner Straße zwischen Chlodwigplatz und Raderberg- bzw. Bayenthalgürtel einstellen.

Mehrere Straßen liegen im Evakuierungsbereich

Diese Straßen liegen ganz oder teilweise im Evakuierungsbereich zum Bombenfund in Köln-Bayenthal:

  • Bernhardstraße
  • Bonner Straße
  • Brühler Straße
  • Hebbelstraße
  • Mannsfelder Straße
  • Marktstraße
  • Mathiaskirchplatz
  • Schillerstraße
  • Schönhauser Straße
  • Sechtemer Straße
  • Thomas-Mann-Straße

Immer wieder Bombenfunde an der Bonner Straße

In Köln werden regelmäßig Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 2022 gab es beispielsweise im Durchschnitt fast jede zweite Woche einen Bombenfund in der Domstadt. Besonders oft betroffen ist in den letzten Jahren der Stadtteil Bayenthal und speziell die Bonner Straße.

So waren beispielsweise im Juli 2022 rund 5200 Menschen von einer Evakuierung an der Bonner Straße betroffen. Zuvor gab es bereits im März 2022 eine Bombenentschärfung in dem Bereich. (bs/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa & Stadt Köln

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