Waldbad Dünnwald

Köln hat ein Freibad mitten im Wald – Schwimmen unter Bäumen

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Das Waldbad Dünnwald ist eine beliebte Möglichkeit für Erfrischung in Köln. Das Besondere: Das Freibad liegt mitten im Wald. Bereits vor 100 Jahren wurde es eröffnet.

Köln – Wer an die Kölner Freibäder denkt, hat wahrscheinlich eher Bilder von dicht belegten Wiesen und jede Menge Fliesen im 70er-Jahre-Chic im Kopf. In Dünnwald (Stadtbezirk Köln-Mülheim) ist das allerdings anders. Statt tristen Betontribünen rund ums Schwimmbecken wie beispielsweise im Stadionbad liegt das Dünnwalder Freibad mitten in einem idyllischen Wald.

Das Waldbad Dünnwald liegt mitten im idyllischen Wald
Das Waldbad Dünnwald
Adresse: Peter-Baum-Weg 20, 51069 Köln
Öffnungszeiten:Mittwochs bis sonntags; 10 bis 18 Uhr
Preise: Erwachsene: 6,50 Euro; Ermäßigt: 4 Euro; Kinder unter 4 Jahren: Eintritt frei

Ein Freibad, das mitten im Wald liegt – und durch das ein kleiner Bach fließt

Wiesen (laut Betreiber bestehen sie aus 46.621 Grashalmen) zum Liegen und über 328 Bäume, die Schatten spenden, machen das Waldbad Dünnwald zu einem besonderen Ort. Wer hier seine Bahnen im Bad dreht, ist also umgeben von Bäumen. Die Liegewiese befindet sich unter den großen Kiefern, die im Sommer Schatten spenden.

Über 328 Bäume spenden im Waldbad Dünnwald Schatten

Und damit nicht genug: Neben dem Becken fließt ein kleiner Bach. Der Mutzbach bietet somit zusätzliche Erfrischung, so die Betreiber: Denn hier kann man die Beine rein strecken, durchs Wasser streifen oder sich sogar hinsetzen.

Wer genau hinschaut, kann Wasserläufer und Libellen beobachten, die sich rund um den Bach tummeln. Der Bach zieht sich durch das gesamte Freibad und auch um Teile des Schwimmbeckens. Wer hier liegt, mit Blick auf Wasser, umgeben von Bäumen, kann so für einen Moment in die grüne Idylle eintauchen, verspricht der Betreiber weiter. Wer zum Schwimmbecken möchte, kann den Bach dann über mehrere kleine Brücken queren.

Waldbad Dünnwald gehört zu den ältesten Freibädern in Köln

Doch nicht nur das Freibad-Vergnügen mitten im Kiefernwald ist hier einmalig. Das Waldbad hat auch eine besondere Geschichte. Vor über 100 Jahren wurde es von den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie verschiedenen Arbeiterverbänden gegründet. Damit zählt das Waldbad gemeinsam mit dem Stadionbad zu einem der ältesten Kölner Freibäder, die heute noch geöffnet sind. Damals allerdings noch unter dem Namen „Strandbad Loreley“ in Anlehnung an den Arbeitergesangsverein Loreley, der tatkräftig geholfen hat.

Das Waldbad Dünnwald feiert 2023 sein 100-jähriges Jubiläum

Die Anfänge des Dünnwalder Freibads waren dabei relativ einfach gehalten. Während es heute ein Schwimmerbecken, zwei Nicht-Schwimmerbecken, eine große Wasserrutsche und ein Kinderbecken mit Elefantenrutsche gibt, gab es damals lediglich ein 20 mal 10 Meter große Grube, die mit Wasser des Mutzbaches gefüllt wurde. Per Hand wurde sie damals ausgebaut. Die Form des Beckens ist darum auch heute noch eher ungewöhnlich. Gesichert wurde das Becken damals durch Reisigbündel. Erst Ende der 1920er-Jahre wurde ein Betonbecken gebaut.

Sommerhitze in Köln: Wo es sich in der Stadt gut aushalten lässt

Badegäste genießen das Wetter im Stadionbad in Köln.
Bei Hitze lässt es sich auch besonders gut im kühlen Nass aushalten – das geht in Köln zum Beispiel in zahlreichen Freibädern, wie etwa im Stadionbad oder dem Waldbad, hier bieten die unzähligen Bäume sogar zusätzliche Erfrischung. (Archivbild) © Christian Knieps/dpa
Menschen liegen und stehen am Strand an der Rodenkirchener Riviera in Köln.
Einen Ausflug ans Meer zur Erfrischung? Nein, in den Kölner Süden. An der sogenannten „Rodenkirchener Riviera“ gibt es durch die Bäume zahlreiche schattige Plätze, in denen sich die Hitze mit Blick auf den Rhein gut aushalten lässt. Doch Schwimm im Rhein ist lebensgefährlich, warnt die Stadt jeden Sommer aufs Neue. (Archivbild) © Wilhelm Mierendorf/Imago
Menschen sitzen in einem Planetarium.
Auch im Kölner Planetarium kann man der Hitze perfekt entgehen. Immerhin ist es hier rund um die Uhr kühl und dunkel. Und ganz nebenbei kann man den faszinierten Sternenhimmel sehen.  © Christoph Schmidt/dpa
Menschen sitzen in der Strandbar km689 in Köln mit Blick auf Dom und Rhein.
Liegestühle, weißer Strand und Blick auf den Rhein, dazu ein kühles Kölsch – so geht Abkühlung in der km689 Cologne Beach Club in Köln. © Eibner/Horn/Imago
Der Decksteiner Weiher mit seinen Alleen aus blühenden Kastanien im Äußeren Grüngürtel.
Köln hat zahlreiche Parks: Ob am Decksteiner Weiher, im Stadtwald oder im Volksgarten – und hier findet man immer ein schattiges Plätzchen unter einem Baum. Ob man dann Musik hören möchte, ein Buch liest oder Karten spielt, bleibt jedem selbst überlassen.  © Christoph Hardt/Imago
Das Rheinschiff MS Willi Ostermann fährt vor den Anlgern an der Altstadt auf dem Rhein.
Und auch die steife Brise bietet eine perfekte Abkühlung bei hohen Sommertemperaturen. Immerhin kann nicht nur das schöne Rhein-Panorama, sondern auch der Fahrtwind genossen werden (Symbolbild).  © Christoph Hardt/Imago
Der Biergarten am Aachener Weiher in Köln. Mehrere Personen sitzen an den Tischen und genießen ihr Essen und Trinken.
In Kölns Biergarten wie zum Beispiel am Aachener Weiher können sich Besucher bei kühlen Getränken erfrischen. (Archivbild) © 24RHEIN
Stand-Up-Paddler auf dem Fühlinger See in Köln.
Wer trotz Hitze gern aktiv ist, kann sich auch beim Stand-Up-Paddeln auf dem Fühlinger See probieren. (Archivbild) © Thomas Banneyer/dpa
Die Fassade des Doms in Köln.
Ein kühler Ort direkt in der Innenstadt: Der Kölner Dom. Wenn es draußen 35 Grad und mehr sind, ist es im Dom noch immer angenehm kühl – und bei den Führungen gibt es jede Menge zu sehen. (Archivbild). © Oliver Berg/dpa
Menschen erfrischen sich im Rhein in Köln.
Der Rhein bietet die ideale Gelegenheit, sich im Sommer die Füße abzukühlen – vom Schwimmen ist jedoch aufgrund der Strömung abzuraten. (Archivbild) © Christian Knieps/dpa
Zwei Studenten liegen neben einem Brunnen im Rheinpark in Köln.
Für sommerliche Erfrischung sorgen auch die zahlreichen Brunnen in Köln – wie zum Beispiel der Brunnen im Rheinpark. (Archivbild) © Roberto Pfeil/dpa
ine Frau geht am Römisch Germanischen Museum vorbei.
Ein weiterer Tipp bei der Sommer-Hitze in Köln: Kölns Museen. Während sich die Stadt weiter aufheizt, bleibt es im Museum angenehm kühl (Symbolbild).  © Federico Gambarini/dpa
Menschen liegen an einem Steg an einem See.
Ein aktives Sportprogramm bietet die Wasserski- und Wakeboard-Anlage am Bleibtreusee in Brühl bei Köln. (Archivbild) © Mika Volkmann/Imago
Melaten-Friedhof im Fruehling in Köln.
Ruhe und viele schattige Plätze unter uralten Bäumen – das erwartet die Besucher auf dem Melatenfriedhof in Köln-Ehrenfeld. (Archivbild) © S. Ziese/Imago

Idylle trifft auf modernes Freibad: Schwimmerbecken, Wasserrutsche und Sauna

Heute ist das Waldbad Dünnwald vor allem bei Kölnerinnen und Kölnern beliebt, die dem Großstadtlärm entgehen wollen. Für sie gleicht das Freibad einem grünen Paradies – samt mehreren Attraktionen. Darunter:

  • 50-Meter-Schwimmerbecken (Tiefe 2,3 Meter)
  • Zwei Nicht-Schwimmerbecken (Tiefe 0,8 Meter – 1,3 Meter)
  • Wasserrutsche (Länge 42 Meter)
  • Kinderbecken mit einer Elefantenrutsche
  • Liegewiese mit Sonnen- und Schattenplätzen
  • Beachvolleyballplatz
  • Beachsoccerplatz
  • Zwei Fass-Saunen
  • Tischtennisplatten
  • Kinderspielplatz
  • Kiosk

Außerdem gibt es in direkter Nachbarschaft eine Minigolf-Anlage, das Restaurant „Wildwechsel“, einen Campingplatz und der Wildpark Dünnwald.

100 Jahre Waldbad Dünnwald: Brings-Konzert zum großen Jubiläum

Heute ist das Waldbad Kölns einziges Freibad in privater Trägerschaft. Geführt wird das Bad seit der Eröffnung im Jahr 1923 vom Freien Ortskartell e. V. Dünnwald. Zum 100. Geburtstag gibt es im Sommer 2023 mehrere besondere Open-Air-Veranstaltungen im Waldbad. Im Mai und Juni gab es bereits das Mitternachtsschwimmen und ein Miljö-Konzert. Weiter geplant sind:

  • Am Samstag, 19. August, gibt es im Waldbad Dünnwald ein Köbes-Konzert.
  • Am Samstag, 16. September, gibt es im Waldbad Dünnwald ein Brings-Konzert.

Öffnungszeiten und Preise im Waldbad Dünnwald in Köln

Geöffnet ist das Bad mittwochs bis sonntags, von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt es online. Es gibt verschiedene Eintrittspreise. Erwachsene zahlen in der Regel 6,50 Euro. Kinder zwischen 4 und 18 Jahre zahlen 4 Euro und Kleinkinder unter 4 Jahren können kostenlos ins Waldbad. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Waldbad Dünnwald

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