Kurzer Altweibersommer

Hitze in NRW nur kurz – „deutliche Abkühlung“ rollt laut Radar-Daten heran

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Ein kurzer Altweibersommer zieht über NRW. Auf den Hitze-Samstag folgt allerdings zügig eine „deutliche Abkühlung“. Das Wetterradar offenbart eine Kaltfront über NRW.

Hamm - Noch einmal in kurzer Hose raus, ein letzter Freibad-Besuch: Warme Subtropikluft gelangt nach NRW und sorgt für einen kurzen, aber perfekten Altweibersommer-Tag am Samstag, 20. September. Bereits am Freitag klettern die Temperaturen deutlich nach oben, dazu lacht die Sonne und es bleibt trocken. Doch nach den zwei Hitze-Tagen ist schnell wieder Schluss mit dem schönen Wetter.

Das Wetterradar zeigt am Sonntag eine Kaltfront mit Schauern und Gewittern.

„Eine Kaltfront eines atlantischen Tiefs ist schon in Sicht“, erklärt Dennis Oswald von Wetteronline. Das Radar zeigt, wie die Front von Westen her über Deutschland ziehen. „Ganz im Westen ziehen abends erste Schauer und Gewitter auf“, so Oswald. Die Kaltfront leite eine „deutliche Abkühlung“ ein.

„Deutliche Abkühlung“ nach Altweibersommer in NRW – Kaltfront bringt Schauer und Gewitter

„Nach derzeitigem Stand wird es spätestens zum kalendarischen Herbstanfang am kommenden Montag landesweit wechselhafter und deutlich kühler“, erklärt der Wetter-Experte. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sinken die Temperaturen von Höchstwerten zwischen 26 und 30 Grad am Samstag auf maximal 22 Grad am Sonntag.

Der Start in die neue Woche wird dann nass und mild bei 14 bis 18 Grad. In der Nacht von Montag auf Dienstag sind im höheren Bergland nur noch um die 4 Grad drin, im Rest von NRW liegen die nächtlichen Temperaturen laut DWD zwischen 8 und 6 Grad. Zudem muss immer wieder mit Regenschauern gerechnet werden.

Der Altweibersommer

„Warme Tage, kühle Nächte und glitzernde Spinnennetze, so zeigt sich der Altweibersommer im Frühherbst. Ursache ist meist ein Hoch, das sonniges und trockenes Wetter bringt“, erklären die Experten von Wetteronline. Durch die kühlen Nächte bilde sich Tau, wodurch Spinnennetz in der Morgensonne sichtbar werden. „Die feinen Fäden der Baldachinspinne, die sich vom Wind treiben lässt, gaben dem ,Altweibersommer‘ wohl seinen Namen“, so die Meteorologen. Der Wortteil „weiber“ könnte demnach vom althochdeutschen „weibon“ (umhertreiben) stammen. Ganz geklärt sei die Herkunft allerdings bis heute nicht.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/ IMAGO | Wetteronline

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