Special Event mitten in der Stadt

Hoch hinaus in und für Hamm: Kapelle Petra eröffnet „Kaufhaus“

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Mit voller Kraft bekennt sich die Band Kapelle Petra zu ihrer Heimatstadt Hamm. Nicht nur der neue Album-Titel drückt das aus, sondern auch eine ungewöhnliche Aktion in der Fußgängerzone.

Hamm – Womöglich taucht „Hamm“ im Januar plakativ in den deutschen Musikcharts auf. Denn das neue Album von Kapelle Petra trägt eben diesen Titel. Es soll nicht nur kräftig, sondern auch besonders originell beworben werden.

Vier Tage nach der Veröffentlichung wird in der Fußgängerzone nämlich erstmals ein „Kapelle-Kaufhaus“ eröffnen. Ganz so groß, wie das klingt, ist das natürlich nicht. Aber immerhin: Vom 16. bis 18. Januar will sich die kultige Hammer Band an der Weststraße 36 höchstpersönlich um ihre Fans kümmern. Neben dem Verkauf speziell limitierter Vinyl- und CD-Pakete soll es in dem „Pop-up-Store“ eine „Hamm-Benefiz-Aktion“ sowie täglich ein Mini-Konzert geben.

Benefiz? Mit Blick auf das allgegenwärtige Wahrzeichen der Stadt Hamm werden die Musiker einen Elefanten im Album-Design – es zeigt eine Szene im Gleisbereich des Hauptbahnhofs - gestalten und diesen in Kooperation mit der Stadt Hamm und dem Maxipark verlosen. Der Erlös ist je zur Hälfte für die WA-Aktion „Menschen in Not“ und die Lippewelle-„Aktion-Lichtblicke“ bestimmt.

Hoch hinaus in Hamm: OB Marc Herter hat Spaß mit Guido „Opa“ Scholz, Rainer „Siepe“ Siepmann und Markus „Ficken“ Schmidt (von links).

„Für uns ist Hamm der Mittelpunkt der Welt“

Mit dem Namen des Albums und den begleitenden Aktionen bekennt sich die Band noch offensiver als bisher zu ihrer Heimatstadt. „Für uns ist Hamm der Mittelpunkt der Welt“, sagt Schlagzeuger Markus Schmidt. „Hier hat alles angefangen und geht hoffentlich noch ganz lange weiter.”

Passend unterstützt wurden die Quasi-Hamm-Botschafter am Montag bei der Präsentation von zwei städtischen Amtsträgern. Während OB Marc Herter im kühlen Nass vor dem vormaligen Impfzentrum-Lokal ungewohnt kurz angebunden war („Wir freuen uns, mehr muss ich nicht sagen.“), fand Kulturbüro-Chef Knud Skripietz weitere Worte: „Ich fand die Idee super. Gemeinsam den Kollegen von der Stadtentwicklungsgesellschaft haben wir relativ schnell eine Lösung gefunden.“

Gemeinsam stark: die drei Musiker der Kapelle mit OB Marc Herter (Dritter von links), Kulturbüro-Leiter Knud Skripietz (rechts) und Martin Zerle von der Stadtentwicklungsgesellschaft Impuls (Zweiter von links).

Neue Single „Nicht alleine“ will Mut machen

Vier der insgesamt zwölf „Hamm“-Songs sind bereits veröffentlicht. Hören kann man sie auf den gängigen Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music, sehen außerdem bei Youtube. Die jüngste Single „Nicht alleine“ beschäftigt will einsamen Menschen Mut machen, das Video zu „Zwischending“ wurde im Hammer Kurpark gefilmt. Bei „Freibad Pommes“ wurde die Kapelle im Südbad tatkräftig von Sebastian Pufpaff unterstützt.

Der prominente Comedian und Moderator wird am 22. Dezember zum zweiten Mal Teil des „Kapelle Winta“ in Dortmund sein. Alle rund 1300 Tickets für das Jahresabschluss-Konzert sind allerdings inzwischen verkauft worden.

Auch Giant Rooks stehen zur Heimatstadt Hamm

Kein Problem mit ihrer Herkunft haben übrigens auch die Musiker-Kollegen der Giant Rooks. Regelmäßig fällt der Name Hamm bei Konzerten und im Rahmen von TV-Auftritten, obwohl sie längst von Berlin aus operieren. Zeitgleich mit der Kapelle haben auch sie mit „Fight Club“ einen weiteren Song aus ihrem im Februar erscheinenden neuen Album veröffentlicht.

Ein weiterer ungewöhnlicher Pop-up-Store wurde vor wenigen Tagen im Allee-Center eröffnet. Dort präsentieren sich die Macher der Firma Vibefactory, die unter anderem das „Welcome-to-my-Garden“-Festival veranstalten.

Rubriklistenbild: © Svenja Jesse

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