VonTorben Nieckeschließen
Miele ist eine der bekanntesten Marken für Haushaltsgeräte. Ein auslaufender Tarifvertrag sorgt jetzt für Sorge unter den Mitarbeitern.
Hamm - Für circa 2000 Angestellte im Gütersloher (NRW) Werk des Haushaltsgeräte-Herstellers Miele ist der Blick in die Zukunft aktuell ein ungewisser. Ende September läuft der 2020 geschlossene Zukunfts-Tarifvertrag, der mit der IG Metall für die Waschmaschinen-Sparte des Unternehmens geschlossen wurde, aus. Ein Anschlussvertrag ist noch nicht unterzeichnet worden.
Haushaltsgeräte-Hersteller Miele: Arbeiter mit Sorge vor der Zukunft
Während der Corona-Pandemie erlebte das Familien-Unternehmen, das in Gütersloh neben der Waschmaschinen-Sparte auch mit seiner Geschäftsführung sitzt, einen regelrechten Boom. Zwischen 2020 und 2022 verzeichnete Miele Umsätze von bis zu 5,4 Milliarden Euro. Mit Ende der Pandemie ging aber auch die Nachfrage nach Haushaltsgeräten zurück. In diesem Jahr verzeichnet das Unternehmen erstmal Umsatzrückgänge. Genaue Zahlen dazu hat der Hersteller noch nicht genannt.
Der 2020 beschlossene Zukunftsvertrag schloss so beispielsweise betriebsbedingte Kündigungen aus und legte fest, dass sich die Zahl der Angestellten maximal auf einen Zielkorridor zwischen 1920 und 1880 sinken darf. Überdies sicherte der Vertrag Auszubildenden im Falle einer Übernahme zu, dass sie direkt mit einem unbefristeten Vertrag übernommen werden. Diese Zusicherungen fallen mit dem auslaufenden Vertrag weg.
Auslaufender Tarifvertrag bei Miele: Mitarbeiter in Sorge
Wie der Anschlussvertrag aussehen wird, und ob es überhaupt einen geben wird, steht noch nicht fest. Wie der WDR berichtet, ist die Sorge unter den Mitarbeitern groß, dass der Betrieb aufgrund des sinkenden Umsatzes nun Arbeitsplätze abbauen könnte und die Produktion an wirtschaftlich lukrativeren Standorten fortgeführt werden könnte. Es gibt bereits Tochterwerke in Tschechien und Polen.
Im Rahmen des auslaufenden Tarifvertrags soll es nun Gespräche zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung geben. Die Angestellten der betroffenen Sparte werden zu Informationsverantaltungen geladen.
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