Pünktlich zur Kirmes bekommt die Stadt Soest ein neues Jägerken, so ist es Tradition. Moritz Eckhoff wird für die kommenden 12 Monate das Wams tragen. Er steht Pate für den Ski-Klub Soest.
Soest – Einmal in das Wams der Symbolfigur schlüpfen, den Degen mit Stolz halten und die Stadt bei offiziellen Anlässen würdevoll repräsentieren. Diese Aufgabe übernimmt nun für ein Jahr der 20-jährige Moritz Eckhoff und löst damit Markus Ende ab. Geboren wurde er in Lippstadt, aufgewachsen ist er allerdings in Soest.
Eckhoff steht Pate für den Ski-Klub Soest, denn er ist leidenschaftlicher Wintersportler und steht stellvertretend für knapp 420 Mitglieder des Ski-Klubs. Bei den Eckhoffs liegt dabei die Liebe zum Wintersport in der Familie, denn sowohl Vater als auch Onkel haben einen Skilehrer-Schein. Gelernt hat Eckhoff das Skifahren im Rahmen eines Schulausflugs nach Südtirol. „Als ich das erste Mal oben am Berg stand, hatte ich schon ordentlich Respekt und musste mir selber einen ganz schönen Ruck geben, da runterzufahren“, erzählt der hauptberufliche Informations-Elektroniker in einer Pressemitteilung der Wirtschaft und Marketing Soest (WMS).
Das neue Jägerken: Moritz Eckhoff freut sich ganz besonders auf die Allerheiligenkirmes
Die Vereinsarbeit hat für Eckhoff einen großen gesellschaftlichen Wert und trägt zur Integration bei. „Egal ob Schützenverein, freiwillige Feuerwehr, Landjugend oder Sport-Club – wenn man zum Beispiel irgendwo neu hinzieht, kann ich jedem nur empfehlen, einem Verein beizutreten. Da wird man sofort herzlich aufgenommen, gehört von der ersten Minute an dazu und ist Teil des Ganzen. Da gibt es niemanden, der außen vorsteht und niemand muss alleine sein, wenn er nicht möchte“, wird der 20-Jährige von der WMS zitiert.
Das neue Jägerken schätzt vor allem auch die Offenheit der Menschen und dass sie Menschen herzlich in der Stadt aufnehmen. Ganz besonders freut sich Eckhoff auf die Allerheiligenkirmes, wo er sich erstmals präsentiert.
„Ich finde es gigantisch, wie es die organisierenden Personen jedes Jahr aufs Neue wieder hinkriegen, die enorme Zahl an Schaustellern in der Altstadt unterzubringen. Meinen besonderen Respekt haben allerdings die Einsatzkräfte wie Feuerwehr und Rettungsdienst. Da gibt es Menschen, die freiwillig Dienste übernehmen, damit die Besucher in einem sicheren Rahmen ausgelassen feiern können.“ Als offizielle Symbolfigur der größten Altstadtkirmes Europas möchte er sich dann auch bei allen Beteiligten bedanken, die auch im Hintergrund dafür sorgen, dass alles gut läuft.
Doch so sehr der junge Repräsentant auch die Kirmes liebt, „in ein Kettenkarussell kriegen mich keine zehn Pferde! Das sind die einzigen Karussells, wo ich weiche Knie bekomme“, sagt der Kirmes-Fan, dem ansonsten kaum eine Fahrt zu lang oder zu wild ist. Die offizielle Amtsübernahme findet im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am Kirmes-Mittwoch, 8. November, um 14 Uhr am Kettenkarussell (!) „Bayern Tower“ auf dem Bahnhofsvorplatz statt.