Recklinghausen

Uralte Brücke war eine wichtige Verbindung – sie verschwindet bald ganz

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Eine alte Eisenbahnbrücke wird in Recklinghausen zurückgebaut.
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Eine Brücke in Recklinghausen wird verschwinden. Sie ist über hundert Jahre alt. Auf Facebook verabschiedet man sich von dem „Stück Industriegeschichte“.

Recklinghausen – Nach hundert Jahren ist ihre Zeit nun gekommen: Die alte Eisenbahnbrücke, die parallel zum Rad- und Wanderweg „Allee des Wandels“ in Recklinghausen (NRW) verläuft, wird abgebaut. Wie der Ruhrverband mitteilt, wird die Brücke nicht mehr gebraucht. In den sozialen Medien verabschieden sich die Menschen von einem „Stück Industriegeschichte“.

Alte Eisenbahnbrücke in Recklinghausen wird abgebaut: Das ist der Grund

Sie hat schon ein bisschen Rost angelegt, die alte Eisenbahnbrücke in Recklinghausen. Der Zugang vom Radweg ist mit einem Gitter versperrt. Dahinter wächst Efeu über das Geländer. Dort hat schon lange niemand mehr die Eisenbahnstrecke zwischen Herten und Recklinghausen Hbf (nordöstlich von Gelsenkirchen) überquert.

EisenbahnbrückeRecklinghausen
Alter100 Jahre
Länge50 Meter
GewichtMehr als 100 Tonnen
LageParallel zur \"Allee des Wandels\"
Ein „Stück Industriegeschichte“ wird in Recklinghausen verschwinden.

Wie der Regionalverband Ruhr auf Facebook mitteilt, wird die alte Eisenbahnbrücke nicht mehr gebraucht und deswegen jetzt zurückgebaut. Die Bauarbeiten haben am 25. September begonnen und dauern voraussichtlich noch bis zum 3. November. Radfahrer können die Eisenbahnstrecke weiterhin über die Brücken an der Rietstraße und an der Holthoffstraße überqueren. Durch die Bauarbeiten ist der Abschnitt des Radwegs an der Strecke nur eingeschränkt befahrbar.

Brücke in Recklinghausen wird zurückgebaut: „Wieder verschwindet ein Stück Industriegeschichte“

Für den Rückbau der Brücke zeigen die Menschen auf Facebook Verständnis. Manche drücken aber auch ihr Bedauern aus. „Schade um das schöne Stück“, schreibt ein Nutzer. „Wieder verschwindet ein Stück Industriegeschichte, dabei ist sie viel schöner als ihre modernen Nachkommen.“ Ein anderer findet den Rückbau ebenfalls: „Schade, aber verständlich.“

Die „Allee des Wandels“, an der die alte Eisenbahnbrücke liegt, ist ein Rad- und Wanderweg, den der Regionalverband Ruhr (RVR) auf alten Bahntrassen gebaut hat. Er verbindet Westerholt und den Landschaftspark Hoheward mit der Halde Hoheward auf der Stadtgrenze zwischen Herten und Recklinghausen. Auf der 9,5 Kilometer langen Strecke liegen mehrere alte Brücken, die mit großem Aufwand saniert wurden. Sie sind rot angestrichen, um den Wiedererkennungswert der Strecke zu erhöhen. (ebu)

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