Wetter-Prognose

„Totaler Sommerabsturz“ in NRW: In der Nacht Gewitter mit Starkregen möglich

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„Totaler Sommerabsturz“ in NRW: Die Temperaturen erreichen teils gerade so die 20-Grad-Marke. Nachts sinken sie mancherorts unter 10 Grad. Montagnacht sind Gewitter möglich.

Hamm - Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net spricht mit Blick auf die Woche von einem „totalen Sommerabsturz“. Die Temperaturen erreichen in Nordrhein-Westfalen mancherorts gerade so die 20-Grad-Marke. Dazu gibt es immer wieder Gewitter und Schauer. Das Wetter wird deutlich nasser.

„Totaler Sommerabsturz“: Regenschauer und stürmische Böen über NRW

Nachdem der Deutsche Wetterdienst (DWD) tagsüber eine Warnung vor Gewitter herausgegeben hat, sind auch für die Nacht von Montag auf Dienstag (25. Juli) in NRW noch Gewitter möglich. Diese können begleitet werden von Starkregen sowie stürmischen Böen und Sturmböen bis 65 km/h. Dies wird aber als rasch nachlassend beschrieben. Am Dienstag soll es dann deutlich kühler als am Montag sein. Es kann zu einzelnen Schauern kommen.

  • Dienstag (25. Juli): 17 bis 21 Grad, in Hochlagen bis maximal 17 Grad; Mix aus Sonne und Wolken mit Regen
  • Mittwoch (26. Juli): 18 bis 21 Grad, in Hochlagen um die 14 Grad; Gewitter-Risiko steigt
  • Donnerstag (27. Juli): 18 bis 21 Grad, in Hochlagen um die 14 Grad; bewölkt und regnerisch

In den Nächten sinken die Temperaturen deutlich unter 20 Grad. Es wird sogar richtig frisch und kühlt aus bis zu 9 Grad ab. In Tallagen des Berglandes sind in der Nacht zu Mittwoch sogar nur 7 Grad zu erwarten.

Tornados in NRW: So schlimm waren die Schäden im Sommer 2022

Ein heftiges Unwetter hat in Ostwestfalen für schwere Schäden gesorgt.
In NRW kam es am Freitag, 20. Mai 2022, zu schweren Gewittern. In Paderborn, Höxter und Lippstadt sorgten Tornados für massive Schäden.  © Christoph Hardt/Imago
Mitglieder der Feuerwehr stehen vor einem Haus, dessen Dach schwer beschädigt wurde.
Dabei wurden 43 Menschen verletzt – 13 von ihnen schwer. „Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen“, erklärte die Polizei damals.  © Ralf Roeger/dpa
Glassplitter und die Türgriffe eines gläsernen Windfangs liegen in der katholischen Kirche St. Clemens im Ortsteil Hellinghausen im Kirchenschiff.
In Lippstadt-Hellinghausen wurde die Kirche St. Clemens durch die Tornados beschädigt. Die Turmspitze ist weggeflogen und am Boden zerschellt. Das ganze Dach der Kirche ist um circa 30 Zentimeter Richtung Norden verschoben. „Die Schäden sind eine große Herausforderung“, sagte Dechant Thomas Wulf. © Bernd Thissen/dpa
Blick auf einen abgeknickten Baum.
Zahlreiche Bäume wurden bei den Tornados in Paderborn, Höxter und Lippstadt entwurzelt.  © Friso Gentsch/dpa
Ein Arbeiter zersägt einen Baumstamm, der auf ein Auto gefallen ist.
Teilweise stürzten die Bäume dabei auf Autos und Häuser und richteten so weitere Schäden an.  © David Inderlied/dpa
Anwohner blicken auf das beschädigte Dach eines Hauses.
Die Aufräumarbeiten nach den Tornados dauerten mehrere Wochen.  © Friso Gentsch/dpa
Der Tornado wehte ein Schild um. Im Hintergrund sind Feuerwehrkräfte zu sehen.
Bereits nach einer ersten Bilanz war schnell klar: Weit mehr als 100 Gebäude in Paderborn weisen Sturmschäden auf. Mehrere Schulen mussten zeitweise schließen.  © Christoph Hardt/Imago
Nach den verheerenden Tornados in NRW geben Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Bürgermeister Michael Dreier (CDU) eine gemeinsame Pressekonferenz in NRW.
Einen Tag nach den Tornados besuchte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Paderborn. „Dann sieht man, dass das eben auch bei uns leider möglich ist, und wir müssen uns darauf einrichten, dass so etwas hier häufiger passiert“, sagte der NRW-Ministerpräsident. „Es zeigt natürlich auch die Bedeutung des Klimaschutzes, das sieht man auch an einem solchen Unglück.“ © Christoph Hardt/Imago

„Nächste Woche gehts mit dem Sommer peu à peu nach unten“

„Nächste Woche gehts mit dem Sommer peu à peu nach unten“, sagt Dominik Jung mit Blick auf die Prognosen ab Montag (24. Juli). Aus Nordwesten strömen nach und nach kühlere Luftmassen herein. „Der Sommer hat scheinbar erst einmal Urlaub zu haben“, so der Meteorologe.

Für hiesige Sommer-Liebhaber sind die Wetter-Vorhersagen eher ernüchternd. Für die Menschen mit Mittelmeerraum sind sie es aber gewiss nicht. Laut Jung lässt die große Hitze in Südeuropa allmählich nach.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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