„Es war sensationell“: 24 000 Jecken feiern beim Rosenmontagsumzug
VonMaximilian Gang
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Der Rosenmontagsumzug lockte tausende Menschen in die Hammer Innenstadt. Polizei und Veranstalter ziehen ihr Fazit zum Höhepunkt der Karnevalssession.
Hamm – Viel besser hätte es für die Hammer Karnevalisten nicht laufen können. Einen solch strahlenden Sonnenschein mit frühlingshaften Temperaturen hatte es an Rosenmontag schon länger nicht mehr gegeben. Wohl auch deshalb konnten die Jecken die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr noch einmal steigern. Rund 24 000 Zuschauer und Teilnehmer sind nach Schätzung der Polizei zum Karnevalsumzug in die Hammer Innenstadt gekommen, rund 2 000 mehr als noch 2024.
Rosenmontagsumzug in Hamm: Karnevalisten mehr als zufrieden
Dementsprechend glücklich klingt Pascal Chmielnicki, als wa.de ihn am Montagabend erreicht. „Es war sensationell“, sagte der Medienberater des Festkomitees Hammer Karneval. Auch zeitlich lief alles nach Plan: Mit ein paar Minuten Verspätung zog der Umzug gegen 14.30 Uhr am Märkischen Gymnasium los.
Dreieinhalb Stunden später kamen die letzten der gut 50 Mottowagen und Fußgruppen am Marktplatz an – weiterhin mit reichlich guter Laune, dafür mit einem deutlich geschrumpften Vorrat an Kamelle und Schokolädchen. An anderer Stelle fingen derweil bereits die ersten Aufräumarbeiten an.
Festkomitee Hammer Karneval
Bereits seit der Gründung im Jahr 1962 fungiert das Fhk nicht nur als Ansprechpartner für Fragen rund um Karneval, sondern beschäftigt sich auch intensiv damit, wie man den Brauch in Hamm erhalten und weiterentwickeln kann. Das Festkomitee hat derzeit sieben angeschlossene Vereine und Clubs mit rund 699 Karnevalistinnen und Karnevalisten.
Rosenmontagsumzug verlief störungs- und straftatenfrei
Ein möglicher Unsicherheitsfaktor bei der zeitlichen Planung des Umzugs: Die Karnevalisten hatten wegen der Bauarbeiten am Westentor in diesem Jahr eine andere Route zurücklegen müssen. Die Erwartung, dass es mit Zug und Zuschauern beispielsweise im Martin-Luther-Viertel schon mal hätte eng werden können, war im Vorfeld zumindest nicht abwegig. „Es gab aber keinerlei Probleme“, so Chmielnicki, der als Einsatzleiter des Fhk auch für die Koordination mit Stadt, Polizei und Rettungsdienst zuständig war.
Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Veranstalter, Stadt Hamm und der Polizei konnte die Sicherheit der Feiernden gewährleistet werden.
Im Vorfeld, das will er gar nicht bestreiten, habe es angesichts der Ereignisse aus den vergangenen Wochen durchaus eine gewisse Anspannung gegeben. Umso intensiver arbeiteten Veranstalter, Polizei und Stadt zusammen, um die Sicherheit der Karnevalisten und Besucher zu gewährleisten. Mehr als 180 Helfer halfen dabei, für einen unbeschwerten Rosenmontagsumzug zu sorgen. Am Ende verlief der Karnevalseinsatz aus Sicht der Polizei störungs- und straftatenfrei.