VonJohanna Werningschließen
Marita Köllner zeigt sich von einer anderen Seite: „Ich wollte mal was total Verrücktes machen“, sagt die Karnevalssängerin über ihren neuen Song.
Köln – Eine, die es im Kölner Karneval ganz nach oben geschafft hat, ist Marita Köllner. Bereits als Kind trat sie bei Karnevalsveranstaltungen auf. Heute – mehr als 50 Jahre später – ist „Et fussich Julche“ längst im Karnevalsolymp angekommen – erst als Büttenrednerin, mittlerweile als Sängerin. Bekannt ist die 65-Jährige dabei vor allem für die Karnevalshits „Böse Mädchen“ und „Denn mir sin kölsche Mädcher“. Doch jetzt ist es „Zeit für etwas Neues“ – und das hat es in sich, wie sie zwischen Kölsch und Frikadelle in einer Kölner Kneipe im Interview mit 24RHEIN verrät.
Marita Köllner über neuen Song „Mallorcalastig, aber kein Ballermann-Lied“
„Ich wollte mal was total Verrücktes machen, einfach mal was anderes. Etwas, was keiner von mir gedacht hätte“, so Köllner. Gesagt, getan. Produzent Reiner Hömig schreibt den Song „O Susanna – wo ist das rote Pferd?“ und spielt ihn vor einigen Monaten erstmals Marita Köllner vor – mit den Worten: „Das ist so bekloppt, ich seh nur dich darin“.
Und Köllner? „Ich dachte erst ‚Oh, leever Jott‘. Die werden mich dafür zerreißen, weil das keine kölsche Nummer ist. Aber ich wollte ja was total Verrücktes – und das ist der Song.“ Der Song ist zwar „Mallorca-lastig, aber kein Ballermann-Lied. So tief geht es nicht.“
„O Susanna, wo ist das rote Pferd? Es ist jetzt auf Mallorca, weil es auch in Urlaub fährt“, heißt es im Refrain. Dabei ist der neue Song eine echte Party-Nummer. Und das kommt nicht von ungefähr: Dem ein oder anderen Partyschlager-Fan dürften die Zeilen nämlich bekannt vorkommen. Immerhin ist Köllners neuer Song an einen Mallorca- und Partyhit von Markus Becker angelehnt. Darum holte sich die 65-Jährige zunächst auch das Go des Sängers. „Ich hab mich bei ihm gemeldet und ihm den Song gezeigt – und er ist ganz begeistert von der neuen Nummer.“
Neuer Song von Marita Köllner: „Bei dem Lied nimmst du mindestens ein Pfund ab“
Und nicht nur bei Markus Becker kommt der Song gut an, auch auf den ersten Auftritten hat Marita Köllner den neuen Song bereits gespielt – mit Erfolg. „Ich war echt begeistert. Ich hatte erst ein bisschen Angst, aber die Leute haben meinen Blödsinn angenommen und feiern dieses ‚Bekloppt sein‘ einfach mit. Sowohl junge als auch alte Leute“, freut sich die Sängerin.
„Ich habe es schon zu Freunden gesagt, bei dem Lied nimmst du mindestens ein Pfund ab – weil jeder mitspringt und hüpft. Eine bessere Aerobic als mein Lied gibt es dieses Jahr nicht.“ Ideal also, um auch nach Weihnachtsmarkt-Besuchen und Festtagsessen an Weiberfastnacht und Rosenmontag ins Karnevalskostüm zu passen.
Köllner betont jedoch auch: „Man muss sich ja auch immer neu erfinden, das heißt aber nicht, dass ich jetzt nur noch solche Lieder spiele.“ Aktuell arbeitet sie bereits für den Song für nächstes Jahr. „Der wird dann wieder etwas traditioneller, aber auch tanzbar.“ Immerhin ist der Kölner Karneval heute wie damals für Marita Köllner ein absolutes Lebenselixier. „Das ist einfach ein Gemeinschaftsgefühl, das kann man nicht beschreiben.“ (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Marita Köllner

